Energie
Energiespar-Geräte
2
(0) veraltete Geräte, (1) mit altem Energiesparsiegel, (2) mit bis vor kurzem aktuellen und (3) mit aktuellstem Bestwert
(0) veraltete Geräte, (1) mit altem Energiesparsiegel, (2) mit bis vor kurzem aktuellen und (3) mit aktuellstem Bestwert
Es ist immer zu berücksichtigen, ob die weitere Nutzung eines älteren Geräts weniger Energie oder Wasser verbraucht als die Herstellung eines neuen, energieeffizienten Geräts. Daher muss der Energiebedarf über den gesamten Produktlebenszyklus (von der Herstellung über die Nutzung bis zur Entsorgung) berücksichtigt werden.
Wenn Sie Ihre eigenen Geräte auf Reisen mitnehmen, z. B. im Wohnmobil oder Boot, sollten Sie diese als sehr energieeffizient betrachten.
0.23
LED Beleuchtung
3
(0) für gar keine, (1) für ältere Energiesparlampen, (2) für weitestgehend LED, (3) für komplette LED Beleuchtung
(0) für gar keine, (1) für ältere Energiesparlampen, (2) für weitestgehend LED, (3) für komplette LED Beleuchtung
LED ‘Birnen’ gibt es mittlerweile für wirklich alle Lampen, auch mit angenehm warmen Lichtfarben. Wenn ihr mit dem Camper oder Boot unterwegs seid, solltet ihr das berücksichtigen.
0.23
Licht unnötig brennen lassen
3
(0) passiert ständig, (1) passiert häufig, (2) passiert selten, (3) passiert nie
(0) passiert ständig, (1) passiert häufig, (2) passiert selten, (3) passiert nie
Moderne Lampen benötigen wenig Strom, und doch lohnt es sich in der Summe, diese nicht unnötig brennen zu lasen, etwa wenn wir länger nicht im Raum sind.
0.08
Verzicht auf Stromfresser
3
(0) nutzen viele, (1) nutzen mehr als zwei, (2) nutzen ein, zwei (3) nutzen keine
(0) nutzen viele, (1) nutzen mehr als zwei, (2) nutzen ein, zwei (3) nutzen keine
Abgesehen davon, dass jedes Gerät einen hohen Stromverbrauch haben kann, ein Kühlschrank nicht regelmäßig abgetaut wird, die Türdichtung undicht ist, die Waschmaschine mit zu hohen Temperaturen und Schleuderzahlen gefahren wird, usw.., gibt es noch einige unnötige Dinge, die viel Strom konsumieren:
Wäschetrockner, Sauna, Luftentfeuchter, Teichpumpen, Aquariumsheizungen, Terrassenheizungen (Heizpilze), usw..
Im Urlaub könntest du erwägen einige der Energie fressenden Angebote auszulassen.
0.39
Wohnen, Gebäude
Intelligentes Lüften
3
(0) gar nicht, (1) weniger als 50%, (2) mehr als 50%, (3) 100% der Male in der Heizperiode
(0) gar nicht, (1) weniger als 50%, (2) mehr als 50%, (3) 100% der Male in der Heizperiode
Intelligentes Lüften meint nicht zu spät und nicht zu lang. Zu spät ist es, wenn wir bei verbrauchter Luft müde werden, Kopfschmerzen bekommen und die Luftfeuchtigkeit zu hoch wird. Zu lang ist es, wenn die Luft bereits ausgetauscht wurde und kühl ist, aber wir noch länger lüften auch die Materialien (Wände, Möbel) auskühlen.
Wärme bedeutet letztlich, dass Dinge oder Luft schwingen. Wenn die Luft ausgetauscht ist, aber die Gegenstände und Wände noch schwingen, wird die frische Luft schnell erwärmt. Wenn auch die Wände kalt werden, kann sich an ihnen Schimmel bilden und wir benötigen teure Heizenergie, um alles wieder ins Schwingen zu bringen.
CO2 Messgeräte helfen übrigens rechtzeitig und nicht zu lang zu lüften.
0.23
Ernährung
Lebensmittel aus der Region
2
(0) gar nicht, (1) weniger als 50%, (2) mehr als 50%, (3) 100% der Lebensmittel
(0) gar nicht, (1) weniger als 50%, (2) mehr als 50%, (3) 100% der Lebensmittel
Lebensmittel aus der Region, vom Wochenmarkt und vom Hofladen sind nicht weit transportiert (Ausnahmen gibt es natürlich auch dort) worden und stärken die lokale Wirtschaft.
Allerdings gibt es auch ineffiziente kurze Transportwege, wenn Fahrzeuge mit wenig Ladung zu den Verkaufsstellen fahren. E-Mobilität und Lastenfahrräder können hier helfen.
Leider wird vielfach auch das Regionale gegen das Bioangebot ausgespielt: regionale, gespritzte Lebensmittel sind nicht so gut, wie regionale Bio Lebensmittel, und regionales Fleisch nicht so gut für die Umwelt, wie der Verzicht auf Fleisch.
0.23
Bio-Lebensmittel
2
(0) gar nicht, (1) weniger als 50%, (2) mehr als 50%, (3) 100% der auch als bio erhältlichen Produkte
(0) gar nicht, (1) weniger als 50%, (2) mehr als 50%, (3) 100% der auch als bio erhältlichen Produkte
Bio ist extrem wichtig für die Artenvielfalt. Wir haben das größte Artensterben seit dem Aussterben der Dinosaurier und die Folgen sind größer als die des Klimawandels. Pestizide und mineralische Düngemittel gefährden unsere Zukunft. Zudem speichern Böden aus dem Biolandbau in der Regel mehr Kohlenstoff und helfen damit gegen die Klimakatastrophe.
Gegenargument ist häufig, dass die Erträge im Biolandbau niedriger sind als bei der industriellen Landwirtschaft und folglich mehr Wälder abgeholzt werden müssen. Das ist zum Beispiel beim eh nicht uneingeschränkt gesunden Getreide richtig. Aber wenn wir weniger Fleisch essen, weniger Lebensmittel verschwenden und mehr gesunde Hülsenfrüchte essen, haben wir reichlich Flächen zusätzlich zur Verfügung und können die gesamte Welt bio ernähren und sogar noch etwas mehr Wald pflanzen.
Bio ist teurer. Aber zum einen können viele Kosten durch weniger Fleisch gespart werden und zum anderen kann intelligent eingekauft und gekocht werden. Dazu gibt es eine Reportage aus dem Ersten mit einer Familie, die mit Hartz IV bio einkauft: https://www.daserste.de/information/ratgeber-service/lebensmittelcheck/sendung/wie-gut-ist-unser-essen-2-bio-aber-guenstig-experiment-100.html. … allerdings ist natürlich auch zu hinterfragen, ob es so geringes Auskommen überhaupt geben muss - Umweltpolitik ist auch Sozialpolitik.
1.61
Bio aus der Region
2
(0) gar nicht, (1) weniger als 50%, (2) mehr als 50%, (3) 100% der auch als bio erhältlichen Produkte aus der Region
(0) gar nicht, (1) weniger als 50%, (2) mehr als 50%, (3) 100% der auch als bio erhältlichen Produkte aus der Region
Was ist besser - der Bio-Apfel aus Neuseeland oder der gespritzte Apfel aus der Region? Antwort: beides falsch. Bio-Lebensmittel aus der Region bedeuten weniger Transport und sind somit noch besser als Bio-Lebensmittel mit weitem Transport.
2.00
Bio aus der Region saisonal
2
(0) gar nicht, (1) weniger als 50%, (2) mehr als 50%, (3) 100% der auch als bio erhältlichen saisonalen Produkte
(0) gar nicht, (1) weniger als 50%, (2) mehr als 50%, (3) 100% der auch als bio erhältlichen saisonalen Produkte
Saisonale Bio-Produkte zusätzlich zu den regionalen Bio-Produkten haben zudem weniger Energieaufwand für die Lagerhaltung.
In den jeweiligen Monaten sind andere Produkte saisonal verfügbar, so dass wir uns mit Blick auf einen Saison-Kalender das ganze Jahr über gesund und schmackhaft mit wenig Transport- und Lageraufwand ernähren können.
2.16
Hülsenfrüchte
1
(0) gar nicht, (1) weniger als 50%, (2) mehr als 50%, (3) 100% der sonst meist Getreideprodukte
(0) gar nicht, (1) weniger als 50%, (2) mehr als 50%, (3) 100% der sonst meist Getreideprodukte
Hülsenfrüchte sind nicht nur eine alternative pflanzliche Eiweisquelle zu tierischen Produkten, sondern extrem wichtig für die Welternährung. Sie binden Stickstoff aus der Luft im Boden und können im Bioanbau genauso hohe Erträge erzielen, wie in der industriellen Landwirtschaft. Wir müssen also weniger Wälder abholzen.
Außerdem sind Hülsenfrüchte gesünder als Getreide. Harari beschreibt in Sapiens, wie wir vermutlich viel älter werden könnten, würden wir nicht so viel Getreideprodukte essen.
Schließlich sind Hülsenfrüchte wichtig für die Bienen und die Artenvielfalt. Lupine z.B. wächst auch in Norddeutschland und kann für Fleischersatz, Joghurt, Kaffee-Ersatz, Eis oder sogar Nudeln genutzt werden.
0.42
Leitungswasser
2
(0) gar nicht, (1) weniger als 50%, (2) mehr als 50%, (3) 100% anstelle von gekauftem Mineralwasser oder Softdrinks
(0) gar nicht, (1) weniger als 50%, (2) mehr als 50%, (3) 100% anstelle von gekauftem Mineralwasser oder Softdrinks
Leitungswasser ist erfreulicherweise längst ein Trend. An Schulen gibt es Trinkwasserspender und die Schüler*innen haben ihre Trinkflaschen dabei, und zu Workshops bringen Manager ebenfalls ihre Trinkflaschen mit. Viele Kinder werden gar nicht erst an die ungesunden Zuckergetränke gewöhnt.
Leitungswasser ist strenger kontrolliert als abgefüllte Getränke und spart eine Menge Energie und Verpackung.
Selbst bei Wohnmobilen oder Booten oder an Orten mit Chlorgeruch im Wasser können wir durch gute und regelmäßig getauschte Filter viel Geld, Energie und Verpackung sparen.
1.30
Vermeidung von Lebensmittelverschwendung
2
(0) gar nicht, (1) weniger als 50%, (2) mehr als 50%, (3) 100% der wegzuschmeißenden Lebensmittel rette oder vermeide ich
(0) gar nicht, (1) weniger als 50%, (2) mehr als 50%, (3) 100% der wegzuschmeißenden Lebensmittel rette oder vermeide ich
Lebensmittel werden vom Acker angefangen über die Fabriken und Transportwege bis hin zum Wegwerfen durch uns, die Restaurants und die Supermärkte verschwendet. Das bedeutet letztlich, dass mehr Flächen für den Anbau benötigt werden und damit Wälder abgeholzt werden und mit Spritzmitteln und Dünger die Biodiversität gefährdet wird.
Wir können gezielter einkaufen, Waren nicht nur wegen des Mindesthaltbarkeitsdatums wegwerfen, Lebensmittel im Haushalt retten (z.B. Bananen einfrieren oder haltbare Aufstriche und Suppen aus übrig gebliebenen Gemüse selbst machen), gezielt gerettete Lebensmittel (z.B. zu kleine oder schrumpelige Waren) retten und an vielen Orten auch übrig gebliebene Lebensmittel spenden, z.B. an die Tafeln.
0.83
Mobilität
Verzicht eigenes Auto/Motorrad zu nutzen oder eines zu leihen
2
(0) keinen Tag, (1) weniger als die Hälfte, (2) mindestens die Hälfte, (3) alle Tage im Urlaub
(0) keinen Tag, (1) weniger als die Hälfte, (2) mindestens die Hälfte, (3) alle Tage im Urlaub
Kein eigenes Auto zu haben, obwohl ein Führerschein da wäre, bedeutet nicht nur Geld, sondern eben auch Rohstoffe, Parkraum und viel Energie zu sparen.
Neben Flexibilität und Notwendigkeit im ländlichen Raum bedeutet Autobesitz vor allem Status, Distinktion und Attribution (der berüchtigte “Phallus-Ersatz mit röhrendem Sound). Alternative sind das Fahrrad, der ÖPNV und Car-Sharing.
Für Jugendliche bedeutet der Verzicht zusätzlich die Solidarität mit denen, die sich keine Mopeds leisten können - so schwer es fällt.
Die meisten Haushalte haben nie die tatsächlichen Kosten ihres Autobesitzes durchgerechnet - von der Anschaffung über Steuern und Versicherung bis hin zu eben auch Energie und Verschleiss.
2.33
Fahrrad statt Auto
2
(0) gar nicht, (1) weniger als 50%, (2) mehr als 50%, (3) immer
(0) gar nicht, (1) weniger als 50%, (2) mehr als 50%, (3) immer
Keine Frage - das Auto stehen zu lassen und das Fahrrad zu nehmen ist ein stolzes Gefühl und gesund. Wer sich nicht auspowern mag (etwa auf dem Weg zur Arbeit) kann ein E-Bike erwägen. Wer viel zu transportieren hat, ein Lastenfahrrad. Häufig können wir uns auch mit anderen ein Lastenfahrrad teilen. Und wer schlechtes Wetter scheut, findet heute tolle Fahrradkleidung, die das Argument komplett entkräftet.
0.55
Müll
Müll konsequent trennen
2
(0) gar nicht, (1) häufig, (2) meistens, (3) immer, auch unterwegs
(0) gar nicht, (1) häufig, (2) meistens, (3) immer, auch unterwegs
Müll konsequent zu trennen, inklusive Grünabfall, Glas und Papier, ist gar nicht so selbstverständlich, wie anzunehmen ist. Viele geben sich hier wenig Mühe und wissen auch nicht wirklich, was in welche Tonne gehört.
Aber auch besonderer Müll, wie Batterien, Glühlampen, Elektrogeräte etc. wollen richtig entsorgt werden.
0.65
Mehrweg
3
(0) gar nicht, (1) häufig, (2) meistens, (3) immer
(0) gar nicht, (1) häufig, (2) meistens, (3) immer
Nach unverpackt und bei Getränken nach dem Leitungswasser ist das beste, was wir tun können, in Mehrwegbehältern unsere Lebensmittel zu kaufen. (Übrigens gibt es für Büromaterial auch Mehrweg-Versandkisten wie auch bei manch regionalem Lieferdienst). Frage dabei auch, ob die Behälter leer durch ganz Deutschland transportiert werden, oder auch norddeutsches Bier in die leere Flasche bayrischen Biers fließt und umgekehrt. Nächste Frage, was es an Energie kostet, die Behältnisse zu reinigen. Verbundverpackungen oder gut zu recycelnde Dosen sind in manchen Studien die bessere Alternative. Bei solchen Studien muss genau geschaut werden, was da verglichen wird. Letztlich gilt es regional Kreisläufe zu schließen.
Nächste Frage, ob die Behälter aus Glas oder Plastik sein sollen - Glas wird häufiger wiederverwertet, Plastik ist leichter und bedeutet weniger Energie beim Transport.
0.81
Lebensmittel selbst herstellen
2
(0) gar nicht, (1) häufig, (2) vieles, (3) so gut wie alles, was geht
(0) gar nicht, (1) häufig, (2) vieles, (3) so gut wie alles, was geht
Wir sind es gewohnt sichere und haltbare Lebensmittel komfortabel im Supermarkt zu kaufen. Diese sind verpackt und da wir den Müll trennen, haben wir kaum ein Problem damit.
Tatsächlich wird aber nur ein gewisser Teil des Mülls recycelt - vieles wird verbrannt oder immer noch exportiert.
Wir können aber viele Lebensmittel selbst machen und die Zutaten unverpackt oder mit wenig Verpackung kaufen. Es ist ein gewisser Aufwand aber es spart Geld und eine Menge Verpackung. Wir können Brot, Brotaufstriche, Saucen, Säfte, Marmelade, …, alles, was sonst verpackt gekauft würde, selbst machen. Das Obst kann aus dem Garten oder von Obstwiesen kommen - das fördert die Nachfrage nach Insekten-freundlichen Obstwiesen und wenn wir all dies mit anderen zusammen machen oder wenigstens die Ausbeute gegenseitig austauschen, stärken wir die Community.
0.39
Soziales
Handwerk aus der Region
2
(0) gar nicht, (1) manchmal, (2) meistens, (3) immer
(0) gar nicht, (1) manchmal, (2) meistens, (3) immer
Hier geht es um Leben und Arbeiten in der Region, um die Stärkung der Community. Das Vogelhaus von einer Sozialwerkstatt oder die PV-Anlage vom Elektriker vor Ort (sofern dieser sich weitergebildet hat).
1.06
Faire Löhne
3
(0) kümmert mich gar nicht, (1) achte teilweise darauf, (2) engagiere mich, (3) achte immer darauf
(0) kümmert mich gar nicht, (1) achte teilweise darauf, (2) engagiere mich, (3) achte immer darauf
Viele Personen, die über dem Durchschnitt verdienen, können dies nur, weil andere unter dem Durchschnitt verdienen. Die Kluft zwischen Arm und Reich wird immer größer. Über Billiglöhne schimpfen die Verbraucher*Innen, die Preisanhebung um 50 Cent wird aber selten akzeptiert.
Was wir verdienen ist dabei nicht, wie Liberale oder Neoliberale gern meinen, allein eine Frage des Fleißes. Es ist das Produkt (!) aus Fleiß, Können und den richtigen Rahmenbedingungen. Wer viele begabte und fleißige Menschen kennt, die einfach kein Glück haben, entwickelt Empathie und ist bereit, mehr zu zahlen, und sei es über Trinkgelder.
Trinkgelder sind oftmals eine entscheidende Einnahmequelle.
0.74
ehrenamtliches Engagement
3
(0) gar nicht, (1) manchmal, (2) viel, (3) maximal
(0) gar nicht, (1) manchmal, (2) viel, (3) maximal
Ehrenamt, ob nun bei der Feuerwehr, im Sportverein oder die Hilfe in der Nachbarschaft, ist für das Miteinander und die Gesellschaft enorm wichtig. Auch im Ulrlaub gibt es vielleicht die Möglichkeit sich für Soziales oder Umwelt zu engagieren.
0.74