Energie
Bezug von echtem Ökostrom
2
(0) kein spezieller Tarif, (1) Öko vom herkömmlichen Anbieter, (2) Öko vom lokalen Anbieter (3) Tarif bei einem reinen Ökostrom-Anbieter
(0) kein spezieller Tarif, (1) Öko vom herkömmlichen Anbieter, (2) Öko vom lokalen Anbieter (3) Tarif bei einem reinen Ökostrom-Anbieter
Naturstrom, Green Planet Energy, Lichtblick, …. gelten als echte Ökostromanbieter, da sie für jeden Kunden entsprechende Kapazitäten Ökostrom einkaufen oder selbst implementieren. Die übrigen Stromanbieter bieten lediglich einen Strommix an. Der Anteil Ökostrom wird als Öko-Tarif an einige Kunden teurer verkauft, während die übrigen Kunden rein theoretisch dann nur die Anteile an Gas, Kohle, etc. beziehen. http://www.imodeler.info/ro?key=CH-QOaGWVa4VRGA7ASEJILQ
0.44
Energiespar-Geräte
2
(0) veraltete Geräte, (1) mit altem Energiesparsiegel, (2) mit bis vor kurzem aktuellen und (3) mit aktuellstem Bestwert
(0) veraltete Geräte, (1) mit altem Energiesparsiegel, (2) mit bis vor kurzem aktuellen und (3) mit aktuellstem Bestwert
Es ist immer ein Abwägen, ob die Weiternutzung eines älteren Gerätes nicht weniger Energie oder Wasser benötigt als die Produktion eines neuen, energie-effizienten Gerätes. Betrachtet werden muss daher der Energiebedarf entlang des gesamten Produktlebenszykluses (von der Produktion über die Nutzung bis zur Entsorgung). Unternehmen brauchen hier die Kompetenz, den richtigen Zeitpunkt für eine Neuanschaffung von Geräten abzuwägen, aber auch die Entschlossenheit, dann die nachhaltigsten und nicht nur preiswertesten Geräte anzuschaffen.
0.23
LED Beleuchtung
2
(0) für gar keine, (1) für ältere Energiesparlampen, (2) für weitestgehend LED, (3) für komplette LED Beleuchtung
(0) für gar keine, (1) für ältere Energiesparlampen, (2) für weitestgehend LED, (3) für komplette LED Beleuchtung
LED ‘Birnen’ gibt es mittlerweile für wirklich alle Lampen, auch mit angenehm warmen Lichtfarben.
0.23
PV auf geeigneten Flächen
0
(0) gar nicht, (1) weniger als 50%, (2) mehr als 50%, (3) alle geeigneten Flächen
(0) gar nicht, (1) weniger als 50%, (2) mehr als 50%, (3) alle geeigneten Flächen
Wir müssen für Photovoltaik (PV) alle geeigneten Flächen nutzen, da die Alternativen auf Freiflächen die Natur und den Ackerbau einschränken. Ein Trend ist PV auf Stelzen, damit darunter noch gegärtnert oder geackert werden kann. Das kostet aber Baumaterial. Photovoltaik ist heute dank billiger Panele aus China verblüffend preiswert geworden. Leider gibt es für die Einspeisung ins Stromnetz kaum noch Geld, zur Zeit etwa 8 Cent pro kWh. Daher sollte PV immer mit einem eigenen Stromspeicher (eigener Schritt, s.u.) kombiniert werden, damit möglichst viel Strom selbst verbraucht wird. Das spart dann ca. 35 Cent pro kWh, die wir sonst an den Stromanbieter zahlen müssten. Auf diese Weise rechnet sich die eigene PV Anlage angepasst an den eigenen Stromverbrauch bereits nach einigen Jahren. Wer ein Auto hat sollte dessen Verbrauch (auch wenn es jetzt noch kein E-Auto ist) mitberücksichtigen. Dann sind die Ersparnisse noch mal wesentlich größer. Für PV geben die Banken gern Kredite, aktuell wird es auch gefördert. Zudem gibt es auch Anbieter, welche die Kosten übernehmen und quasi die Dachfläche mieten und im Gegenzug vergünstigten Strom anbieten. Solche Anbieter formen dann mit anderen Häusern und deren Batterien so genannte virtuelle Kraftwerke.
1.10
Windkraft / Wasserkraft
3
(0) gar nicht, (1) weniger als 50%, (2) mehr als 50%, (3) alle geeigneten Flächen bzw. Angebote
(0) gar nicht, (1) weniger als 50%, (2) mehr als 50%, (3) alle geeigneten Flächen bzw. Angebote
Wasserkraftnutzung muss rechtlich und in seinen Auswirkungen auf Ökosysteme wohl überlegt sein.
Windkraftwerke können wir ebenfalls nur mit Rücksicht auf die Bevölkerung (u.a. Geräuschentwicklung) betreiben. Auch hier hilft Bürgerenergie die Akzeptanz zu erhöhen.
Richtig sinnvoll ist Bürgerenergie - wenn sich Anwohner etwa in einer Genossenschaft zusammenschließen und größere Windkraftanlagen meist in der Nähe betreiben. Das fördert die Akzeptanz von Windkraft in der Umgebung und die Rendite landet nicht beim Großinvestor, sondern den Menschen vor Ort.
0.88
Stromspeicher
1
(0) gar nicht, (1) ein kleiner Speicher für einen Tag, (2) ein Speicher für mehr als einen Tag, (3) ein Speicher auch für E-Auto-Laden oder als virtuelles Kraftwerk
(0) gar nicht, (1) ein kleiner Speicher für einen Tag, (2) ein Speicher für mehr als einen Tag, (3) ein Speicher auch für E-Auto-Laden oder als virtuelles Kraftwerk
Ein Stromspeicher hilft in erster Linie, den Ertrag der PV-Anlage zu maximieren, wenn eben der Strom nicht für wenig Geld ins Netz gespeist wird, sondern abends aus der Batterie kommt und dann den vollen Strompreis zu sparen erlaubt.
Ein weiterer Vorteil kann noch sein, dass manche Batterien als Inselanlage bei Stromausfall funktionieren.
Die bereits erwähnten virtuellen Kraftwerke greifen dann von außen auf eure Batterie zu und stellen den Strom quasi in der Nachbarschaft zur Verfügung zu und vergüten euch das. Darüber werden Stromnetze stabilisiert und auch bei wenig Wind und keiner Sonne können wir von erneuerbaren Energien zehren.
Hinweis zum Lithium: Lithium ist wie viele andere Rohstoffe auch beim Abbau häufig problematisch. Die Ökobilanz muss aber berücksichtigen, dass wir Lithium über hunderte Jahre recyceln können. Im Keller könnten später auch ältere Lithiumbatterien aus der Automobilindustrie zu einem zweiten Leben kommen oder Natriumbatterien, die mehr Platz benötigen.
0.66
Bewegungsmelder
1
(0) keine, (1) weniger als die Hälfte, (2) mehr als die Hälfte, (3) überall
(0) keine, (1) weniger als die Hälfte, (2) mehr als die Hälfte, (3) überall
Bewegungsmelder machen in allen Räumen inklusive Außenbereich Sinn, in denen wir das Licht potentiell zu lange brennen lassen, etwa im Flur, Keller, in der Garage, usw.. Wichtig dabei natürlich, dass das Licht nicht zu lange angeschaltet bleibt.
0.16
Vermeidung von StandBy Zeiten
2
(0) gar nicht, (1) bei einigen Geräten, (2) bei den meisten, (3) bei allen
(0) gar nicht, (1) bei einigen Geräten, (2) bei den meisten, (3) bei allen
Standby Stromverbräuche werden gern angemahnt und hochgerechnet. Wenn ein Fernseher beispielsweise 5 Watt im Standby verbraucht, sind das auf den Tag gerechnet 120 Wattstunden (Wh), also ca. eine Achtel Kilowattstunde, die etwa 35 Cent kostet. Unternehmen können recht einfach selbst berechnen, welches Einsparpotential all ihre Computer bei Verzicht auf StandBy haben.
0.16
Licht unnötig brennen lassen
1
(0) passiert ständig, (1) passiert häufig, (2) passiert selten, (3) passiert nie
(0) passiert ständig, (1) passiert häufig, (2) passiert selten, (3) passiert nie
Moderne Lampen benötigen wenig Strom, und doch lohnt es sich in der Summe, diese nicht unnötig brennen zu lasen, etwa wenn wir länger nicht im Raum sind. Flure, WC-Räume, Keller haben häufig unnötig das Licht brennen. Auch Unternehmen haben in einigen Bereichen teilweise zu lang bzw. zu früh das Licht an.
0.08
Wohnen, Gebäude
Wärmedämmung
1
(0) mehr 140kWh/m2a, (1) bis runter auf 70, (2) bis 15, und (3) für unter 15 kWh/m2a
(0) mehr 140kWh/m2a, (1) bis runter auf 70, (2) bis 15, und (3) für unter 15 kWh/m2a
Wärmedämmung ist extrem wichtig. Hier zu investieren bedeutet Energie und Kosten zu sparen. Das Argument, dass das Bauen dann zu teuer wird, muss klar relativiert werden. Ein Weg ist natürlich, kleinere Gebäudeflächen dämmen zu müssen. Der andere beim Bauen generell effizienter zu werden. Dann werden auch ökologische Baustoffe bezahlbar. Alte Häuser, die sich nicht mehr sinnvoll dämmen lassen, sind vielleicht als Neubau so viel mehr wert, dass die Finanzierung kein Problem darstellt.
1.17
Wärmepumpe oder -netz mit Erneuerbaren Energien
0
(0) Öl oder Gas, (1) hybride Wärmepumpen, (2) Luft-Wasser-WP, (3) Sole o.ä.-WP
(0) Öl oder Gas, (1) hybride Wärmepumpen, (2) Luft-Wasser-WP, (3) Sole o.ä.-WP
Wärmepumpen entziehen einem großen Volumen - Luft, Erdreich, Grundwasser - kleine Wärmemengen und addieren diese zu ausreichend Wärme für die Gebäude und die Warmwasserbereitung. Ähnlich wie ein Kühlschrank wird dazu nur ein Kältemittel im Kreis gepumpt und die elektrische Energie ist viel geringer als die gewonnene Wärmeenergie.
Wärmepumpen an sich sind nicht zwingend teuer. Doch Strom ist zu unrecht im Vergleich zu Erdgas teuer, weshalb sich Wärmepumpen nur lohnen, wenn auch insgesamt weniger Wärme in gut gedämmten Gebäuden benötigt wird. Ausgerechnet im kalten Skandinavien haben sich Wärmepumpen längst durchgesetzt, während in Deutschland eine Scheindebatte geführt wird.
Die größte Effizienz haben Wärmepumpen, die aus der Tiefe des Erdreichs die Energie ziehen. Diese sind für Einzelgebäude häufig zu teuer, aber für Quartiere oder ganze Ortschaften und die Nutzung von Wärmenetzen ergeben sich hier enorme Möglichkeiten.
Holzheizungen sind bestenfalls eine (1), da sie weniger schlimm sind, als Öl- und Gas. Sie emittieren aber Feinstaub und wir brauchen Holz für Baumaterialien. Windbruch kann im Wald für die Artenvielfalt verleiben oder für Spanplatten genutzt werden.
2.60
Wasser sparen (Geräte)
1
(0) veraltete Geräte, (1) mit schlechtem Verbrauchs-Wert, (2) mit bis vor kurzem aktuellen und (3) mit aktuellstem Bestwert
(0) veraltete Geräte, (1) mit schlechtem Verbrauchs-Wert, (2) mit bis vor kurzem aktuellen und (3) mit aktuellstem Bestwert
Geräte wie Wasch- und Spülmaschinen müssen bei Neukauf einen Wert für den Wasserverbrauch angeben. Es lohnt sich daher, den Wasser- und Energieverbrauch gleichermaßen zu vergleichen und auch entsprechende Testberichte zu recherchieren, etwa von Öko-Test oder Stiftung Warentest.
0.35
Regenwassernutzung
0
(0) kein Regenwasser nutzen, (1) kleines Regenwasserfass, (2) Zisterne für Garten, (3) für Garten und Haushalt
(0) kein Regenwasser nutzen, (1) kleines Regenwasserfass, (2) Zisterne für Garten, (3) für Garten und Haushalt
Regenwasser können wir bei unproblematischen Materialien des Dachs mindestens für die Gartenbewässerung nutzen. Mit deutlich mehr Aufwand auch für Waschmaschine und Toilettenspülung. Auch wenn es wirtschaftlich recht lange dauert, eh es sich lohnt, ist es eine gute Sache.
1.06
Natürliche Baustoffe u. Farben
1
(0) gar nicht, (1) bei weniger als die Hälfte, (2) bei mehr als die Hälfte, (3) bei allem
(0) gar nicht, (1) bei weniger als die Hälfte, (2) bei mehr als die Hälfte, (3) bei allem
Baumaterialen wie Beton, Gips, Stahl oder auch Aluminium haben einen hohen ökologischen Fußabdruck und bedeuten viele Treibhausgase. Ebenso in der Kritik befinden sich die geschäumten Dämmmaterialien. Oft nicht bekannt sind zudem die negativen Folgen von herkömmlichen Farben und Klebern, die in Müllverbrennungsanlagen dann wegen letztlich wirkungsloser Filter zu giftigen Abgasen führen. Natürliche Baumaterialien und Farben sind deutlich teurer, wenngleich bei der Entsorgung wiederum die nicht-natürlichen Materialien häufig extrem teuer sind. Es sind also das gute Gefühl, der bessere Geruch und die gesündere Baubiologie, die uns hier das Richtige machen lassen.
1.37
Solarthermie
0
(0) gar nicht, (1) kleine Anlage, (2) für Warmwasser, (3) für Warmwasser und Unterstützung der Heizung
(0) gar nicht, (1) kleine Anlage, (2) für Warmwasser, (3) für Warmwasser und Unterstützung der Heizung
Solarthermie ermöglicht die meiste Zeit des Jahres Wasser über einen Teil der Dachfläche zu erwärmen und dieses dann für Warmwasser oder sogar zur Unterstützung der Heizung einzusetzen.
Es ist in der eigentlichen Anschaffung recht preiswert - nur müssen eben Leitungen gelegt werden und über einen Wärmetauscher muss die Wärme für das Warmwasser oder die Heizung übergeben werden.
Da Solarthermie vor allem bei Sonnenschein wirkt, wird vielfach vorgeschlagen, auf der gleichen Fläche lieber PV Module zu installieren und Wasser darüber elektrisch zu erwärmen. Der Ertrag in kW ist mit Solarthermie höher, aber die Installation von PV einfacher.
0.66
Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung
2
(0) keine, (1) ohne Rückgewinnung, (2) mit Rückgewinnung, (3) mit Rückgewinnung auch aus Abwasser
(0) keine, (1) ohne Rückgewinnung, (2) mit Rückgewinnung, (3) mit Rückgewinnung auch aus Abwasser
Lüftungsanlagen sind bei Passiv- und auch bei Aktivhäusern längst Standard. Nicht nur helfen sie richtig zu lüften - also nicht zu spät und nicht zu lang - sondern auch der warmen, ‘verbrauchten’ Luft noch einen Großteil der Wärme zu entziehen.
Selten hingegen ist die Abwasserwärmerückgewinnung: https://de.wikipedia.org/wiki/Abwasserwärmerückgewinnung
0.78
Verzicht auf Klimaanlagen
2
(0) gar nicht, (1) weniger als 50%, (2) mehr als 50%, (3) 100% der Gebäude
(0) gar nicht, (1) weniger als 50%, (2) mehr als 50%, (3) 100% der Gebäude
Klimaanlagen gewinnen auch in unseren Breitengraden an Bedeutung. Intelligentes Bauen und Lüften und die Verwendung von Wärmeschutz-Rollos kann diese Stromfresser vermeiden.
0.39
Intelligentes Lüften
1
(0) gar nicht, (1) weniger als 50%, (2) mehr als 50%, (3) 100% der Male in der Heizperiode
(0) gar nicht, (1) weniger als 50%, (2) mehr als 50%, (3) 100% der Male in der Heizperiode
Intelligentes Lüften meint nicht zu spät und nicht zu lang. Zu spät ist es, wenn wir bei verbrauchter Luft müde werden, Kopfschmerzen bekommen und die Luftfeuchtigkeit zu hoch wird. Zu lang ist es, wenn die Luft bereits ausgetauscht wurde und kühl ist, aber wir noch länger lüften auch die Materialien (Wände, Möbel) auskühlen.
Wärme bedeutet letztlich, dass Dinge oder Luft schwingen. Wenn die Luft ausgetauscht ist, aber die Gegenstände und Wände noch schwingen, wird die frische Luft schnell erwärmt. Wenn auch die Wände kalt werden, kann sich an ihnen Schimmel bilden und wir benötigen teure Heizenergie, um alles wieder ins Schwingen zu bringen.
CO2 Messgeräte helfen übrigens rechtzeitig und nicht zu lang zu lüften. Diese sollten aber kein unnützes Gadget sein, sondern vielleicht zum Üben nacheinander in den Räumen eingesetzt und gern auch verliehen werden. Ein nettes Spiel ist der Wettbewerb, wie gut das Gespür der Menschen im Raum ist, rechtzeitig und nicht zu lang zu lüften.
Besonders Unternehmen haben ein Potential die Türen im Eingangsbereich nicht zu weit und nicht zu lange geöffnet zu halten.
0.23
Ernährung
Vegane Tage
1
(0) keiner pro Woche, (1) 1-3, (2) 4-6, (3) 7 Tage in der Woche
(0) keiner pro Woche, (1) 1-3, (2) 4-6, (3) 7 Tage in der Woche
Vegan bedeutet auf Fisch, Fleisch, Milch, Käse und andere tierische Lebensmittel zu verzichten. Für viele Menschen undenkbar, zum einen wegen des Geschmacks, und zum anderen, da sie es für ungesund halten.
4.44
Vegetarische Tage
1
(0) keiner pro Woche, (1) 1-3, (2) 4-6, (3) 7 Tage in der Woche
(0) keiner pro Woche, (1) 1-3, (2) 4-6, (3) 7 Tage in der Woche
Anders als bei der veganen Ernährung können bei vegetarischer Ernährung auch Milch, Käse oder Eier dabei sein. Vegetarische Tage sind gesund, bedeuten weniger Tierhaltung und damit weniger Verbrauch von Flächen und Wasser.
Wir Deutschen konsumieren mehr als das dreifache an tierischen Produkten was laut EAT-Lancet Commission gesund für uns und den Planeten wäre.
Kantinen und Kioske aber auch Firmenfeste sollten vegane Alternativen anbieten, gern auch über die Vorteile aufklären und im Dialog mit den Mitarbeiter*innen herausfinden, was gut ankommt, und was nicht. Eine regelrechte Bevormundung wird nicht klappen - eher das Gefühl von Stolz, etwas zumindest schon einmal teilweise besser zu machen.
Wir müssen ja nicht gleich Veganer oder Vegetarier werden, sondern vielleicht nur Flexitarier.
3.01
Lebensmittel aus der Region
1
(0) gar nicht, (1) weniger als 50%, (2) mehr als 50%, (3) 100% der Lebensmittel
(0) gar nicht, (1) weniger als 50%, (2) mehr als 50%, (3) 100% der Lebensmittel
Lebensmittel aus der Region, vom Wochenmarkt und vom Hofladen sind nicht weit transportiert (Ausnahmen gibt es natürlich auch dort) worden und stärken die lokale Wirtschaft.
Allerdings gibt es auch ineffiziente kurze Transportwege, wenn Fahrzeuge mit wenig Ladung zu den Verkaufsstellen fahren. E-Mobilität und Lastenfahrräder können hier helfen.
Leider wird vielfach auch das Regionale gegen das Bioangebot ausgespielt: regionale, gespritzte Lebensmittel sind nicht so gut, wie regionale Bio Lebensmittel, und regionales Fleisch nicht so gut für die Umwelt, wie der Verzicht auf Fleisch.
0.23
Bio Lebensmittel
1
(0) gar nicht, (1) weniger als 50%, (2) mehr als 50%, (3) 100% der auch als bio erhältlichen Produkte
(0) gar nicht, (1) weniger als 50%, (2) mehr als 50%, (3) 100% der auch als bio erhältlichen Produkte
Bio ist extrem wichtig für die Artenvielfalt. Wir haben das größte Artensterben seit dem Aussterben der Dinosaurier und die Folgen sind größer als die des Klimawandels. Pestizide und mineralische Düngemittel gefährden unsere Zukunft. Zudem speichern Böden aus dem Biolandbau in der Regel mehr Kohlenstoff und helfen damit gegen die Klimakatastrophe.
Gegenargument ist häufig, dass die Erträge im Biolandbau niedriger sind als bei der industriellen Landwirtschaft und folglich mehr Wälder abgeholzt werden müssen. Das ist zum Beispiel beim eh nicht uneingeschränkt gesunden Getreide richtig. Aber wenn wir weniger Fleisch essen, weniger Lebensmittel verschwenden und mehr gesunde Hülsenfrüchte essen, haben wir reichlich Flächen zusätzlich zur Verfügung und können die gesamte Welt bio ernähren und sogar noch etwas mehr Wald pflanzen.
Bio in der Kantine oder am Kiosk oder auf Firmenveranstaltungen ist natürlich teurer - aber wenn es nicht irgendwo vorgelebt wird, was erwarten wir dann im privaten Bereich.
1.61
Leitungswasser
2
(0) gar nicht, (1) weniger als 50%, (2) mehr als 50%, (3) 100% anstelle von gekauftem Mineralwasser oder Softdrinks
(0) gar nicht, (1) weniger als 50%, (2) mehr als 50%, (3) 100% anstelle von gekauftem Mineralwasser oder Softdrinks
Leitungswasser ist erfreulicherweise längst ein Trend. An Schulen gibt es Trinkwasserspender und die Schüler*innen haben ihre Trinkflaschen dabei, und zu Workshops bringen Manager ebenfalls ihre Trinkflaschen mit. Viele Kinder werden gar nicht erst an die ungesunden Zuckergetränke gewöhnt.
Leitungswasser ist strenger kontrolliert als abgefüllte Getränke und spart eine Menge Energie und Verpackung.
Unternehmen können Wasserspender aufstellen - ggf. auch mit Filtern arbeiten, etwa um Chlorgerüche zu entfernen.
1.30
Vermeidung von Lebensmittelverschwendung
2
(0) gar nicht, (1) weniger als 50%, (2) mehr als 50%, (3) 100% der wegzuschmeißenden Lebensmittel rette oder vermeide ich
(0) gar nicht, (1) weniger als 50%, (2) mehr als 50%, (3) 100% der wegzuschmeißenden Lebensmittel rette oder vermeide ich
Lebensmittel werden vom Acker angefangen über die Fabriken und Transportwege bis hin zum Wegwerfen durch uns, die Restaurants und die Supermärkte verschwendet. Das bedeutet letztlich, dass mehr Flächen für den Anbau benötigt werden und damit Wälder abgeholzt werden und mit Spritzmitteln und Dünger die Biodiversität gefährdet wird.
Wir können gezielter einkaufen, Waren nicht nur wegen des Mindesthaltbarkeitsdatums wegwerfen, Lebensmittel im Haushalt retten (z.B. Bananen einfrieren oder haltbare Aufstriche und Suppen aus übrig gebliebenen Gemüse selbst machen), gezielt gerettete Lebensmittel (z.B. zu kleine oder schrumpelige Waren) retten und an vielen Orten auch übrig gebliebene Lebensmittel spenden, z.B. an die Tafeln.
Kantinen und Kioske und auch Veranstaltungen können vorab die Nachfrage abfragen und so ein Wegschmeißen von Lebensmitteln verhindern. Auch kann bewusst am nächsten Tag ein Gericht angeboten werden, was die Verwertung der Reste vom Vortag anpreist.
0.83
Mobilität
Verzicht auf eigenes Auto/Motorrad
2
(0) keiner, (1) weniger als die Hälfte, (2) mindestens die Hälfte, (3) alle, die ein einzelnes Fahrzeug zugeteilt bekämen, verzichten
(0) keiner, (1) weniger als die Hälfte, (2) mindestens die Hälfte, (3) alle, die ein einzelnes Fahrzeug zugeteilt bekämen, verzichten
Trotz Anspruch auf einen eigenen Dienstwagen auf diesen zu verzichten oder sich Autos im Pool mit anderen zu teilen, erlaubt viel Geld zu sparen und ist gut für eine bessere Welt.
2.33
Car-Sharing
1
(0) gar nicht, (1) weniger als 50%, (2) mehr als 50%, (3) 100% der Strecken, die nur mit einem Auto zurückzulegen sind.
(0) gar nicht, (1) weniger als 50%, (2) mehr als 50%, (3) 100% der Strecken, die nur mit einem Auto zurückzulegen sind.
Car-Sharing kann mit dem eigenen Fuhrpark organisiert werden - auch über Bereiche hinweg und ggf. auch für die private Nutzung nach Dienstzeit bzw. auch am Wochenende.
1.30
E-Auto
2
(0) Verbrennungsmotor, (1) E-Auto mit mehr als 100kWh, (2) E-Auto mit mehr als 50 kWh (3) E-Auto mit weniger als 51 kWh … jeweils auf den Durchschnitt der Flotte bezogen
(0) Verbrennungsmotor, (1) E-Auto mit mehr als 100kWh, (2) E-Auto mit mehr als 50 kWh (3) E-Auto mit weniger als 51 kWh … jeweils auf den Durchschnitt der Flotte bezogen
Gegen E-Autos gibt es geradezu feindliche Vorurteile: Kinderarbeit, Kohlestrom, Explosionsgefahr, Bauern werden enteignet, Reichweitenangst, Wertverlust, etc.. Richtig ist: Wie jedes Auto sind auch E-Autos Rohstoff- und Energieverschwendung. Aber wenn Auto, dann ist das E-Auto die beste Lösung, weil Benzin und Diesel in allen Bereichen noch schlechter abschneiden.
Viele Studien bzw. Aussagen von Laien machen einen Fehler: Das umstrittene Lithium darf nicht nur einmal mit seinem Fußabdruck vom Minenabbau gerechnet werden, sondern dieser muss reduziert werden um die vielen Male, die Lithium in den Jahrzehnten immer wieder recycelt wird. Außerdem, was wenige wissen: In Benzin steckt für die Produktion und den Transport meist mehr elektrische Energie auf 100km als in einem E-Auto für die Fahrt benötigt wird.
E-Autos müssten gar nicht so teuer sein und Akkus gar nicht so groß - wichtiger sind Lademöglichkeiten. Strom an öffentlichen Ladesäulen ist aktuell verblüffend teuer, wobei es klar wichtiger wäre, die Kosten der Klimakatastrophe und die Luftverschmutzung auf den Benzin- und Dieselpreis aufzuschlagen. http://www.imodeler.info/ro?key=Col-EWhyCbIR_KGGP7mXbLw
2.60
Ladestationen E-Autos
1
(0) gar nicht, (1) weniger als 50%, (2) mehr als 50%, (3) für alle Kunden/Mitarbeitenden
(0) gar nicht, (1) weniger als 50%, (2) mehr als 50%, (3) für alle Kunden/Mitarbeitenden
Wer keine Garage oder Hofeinfahrt mit eigener Steckdose hat, ist auf Lademöglichkeiten im öffentlichen Raum und am Arbeitsplatz angewiesen. Allerdings müssen zuerst die dann anfangs nicht ausgelasteten Lademöglichkeiten da sein, eh dann zeitverzögert die Menschen auf E-Autos umsteigen.
2.60
ÖP(N)V
2
(0) kein ÖP(NV), (1) weniger als die Hälfte der Strecken und Zeiten mit ÖP(NV), (2) mehr als die Hälfte, (3) alle Strecken und Zeiten (z.B. stündlich.)
(0) kein ÖP(NV), (1) weniger als die Hälfte der Strecken und Zeiten mit ÖP(NV), (2) mehr als die Hälfte, (3) alle Strecken und Zeiten (z.B. stündlich.)
Der öffentliche Personennahverkehr und auch der Fernverkehr mit Bahn und Bus (bei Bus wird weiter die Infrastruktur Straße benötigt) bedeutet je nach Auslastung erheblich weniger Energie- und Ressourcenbedarf als der Individualverkehr mit Autos oder Motorrädern.
Fernbusse schneiden nur so gut ab, weil sie sich auf gut ausgelastete Strecken beschränken, während die Bahn auch zu ungünstigen Zeiten fahren und entlegene Orte verbinden muss, was dann zu weniger als halb-volle Zügen führt.
Unternehmen können Geschäftsreisen mit ÖPV durchführen und Kunden und Mitarbeiter*innen ermuntern oder gar fördern bei der Nutzung von ÖP(N)V.
0.39
Verzicht auf SUV o.ä.
2
(0) großes SUV, Bus, (1) extrem sparsame Großraumfahrzeuge, (2) Mittelklasse, (3) Klein- u. Kompaktwagen
(0) großes SUV, Bus, (1) extrem sparsame Großraumfahrzeuge, (2) Mittelklasse, (3) Klein- u. Kompaktwagen
Ein Premium SUV kann weit über 2,5 Tonnen wiegen und verbraucht mehr als das Doppelte sparsamer Fahrzeuge. Van, Bus sind da ähnlich - haben aber manchmal eine Berechtigung, etwa als dann auch wirklich genutzte 7-Sitzer oder für regelmäßige Transporte. Für seltene Transporte sollte es Leihwagen in der Nähe oder Anhänger geben. Global gibt es einen Trend zu SUVs. Diese geben uns unbewusst das Gefühl der Robustheit, des Durchkommens. Sie verstärken das so genannte Attributions- oder auch das Distinktionsbedürfnis. Wir glauben das tolle Auto sind wir.
0.42
Fahrradunterstände
1
(0) gar nicht, (1) für weniger als 50%, (2) für mehr als 50%, (3) alle können ihre Fahrräder unterstellen
(0) gar nicht, (1) für weniger als 50%, (2) für mehr als 50%, (3) alle können ihre Fahrräder unterstellen
Was in manchen Ländern und Städten unlängst Erfolgsmodell ist, ist in Deutschland noch ein Problem: den Radfahrern Vorrang vor dem Autoverkehr zu geben. Dabei ist die Bereitschaft Fahrrad zu fahren, auch bei schlechtem Wetter, so hoch wie noch nie. E-Lastenfahrräder machen es möglich, auch zumindest auf den Zweitwagen zu verzichten. Ein Unternehmen kann vom Fahrradunterstand mit Lademöglichkeit über das Dienstfahrrad viel tun.
0.41
Lade- und Reparaturstationen Fahrräder
2
(0) gar nicht, (1) Steckdose, (2) Reparaturstation, (3) beides
(0) gar nicht, (1) Steckdose, (2) Reparaturstation, (3) beides
Gerade ältere E-Bikes müssen häufiger geladen werden und in vielen Familien sind einfach die Fahrräder nicht in Ordnung weil keiner Werkzeug oder auch nur eine funktionierende Pumpe hat. Auch der Arbeitgeber könnte hier eine Reparaturstation aufstellen.
0.05
Fahrrad statt Auto
2
(0) gar nicht, (1) weniger als 50%, (2) mehr als 50%, (3) immer
(0) gar nicht, (1) weniger als 50%, (2) mehr als 50%, (3) immer
Keine Frage - das Auto stehen zu lassen und das Fahrrad zu nehmen ist ein stolzes Gefühl und gesund. Wer sich nicht auspowern mag - etwa auf dem Weg zur Arbeit, kann ein E-Bike erwägen. Wer viel zu transportieren hat, ein Lastenfahrrad. Häufig können wir uns auch mit anderen ein Lastenfahrrad teilen. Und wer schlechtes Wetter scheut, findet heute tolle Fahrradkleidung, die das Argument komplett entkräftet. Hier können Unternehmen ihre Mitarbeiter*innen fördern.
0.55
Fahrgemeinschaften
1
(0) fahren immer einzeln, (1) hin und wieder, (2) meistens, (3) grundsätzlich, wenn möglich, mit anderen fahrend
(0) fahren immer einzeln, (1) hin und wieder, (2) meistens, (3) grundsätzlich, wenn möglich, mit anderen fahrend
Viele Strecken und Zeiten werden nicht vom Öffentlichen Personen Nahverkehr (ÖPNV) bedient. Häufig lohnt es sich dann, mit anderen zusammen im Auto zu fahren. Selbst wenn dafür das Auto zu Hause stehen gelassen wird und die Zeiten angepasst werden müssen, kann es uns doch stolz machen, mit Blick auf einer bessere Welt das Richtige zu tun.
Neben Fahrgemeinschaften im Bekanntenkreis gibt es auch Portale, die Fahrgemeinschaften organisieren - häufig auch für längere Fahrten. Als Arbeitgeber können hier die Kommunen etwas für ihre Mitarbeiter*innen organisieren.
0.39
Müll
Müll konsequent trennen
0
(0) gar nicht, (1) häufig, (2) meistens, (3) immer
(0) gar nicht, (1) häufig, (2) meistens, (3) immer
Müll konsequent zu trennen, inklusive Grünabfall, Glas und Papier, ist gar nicht so selbstverständlich, wie anzunehmen ist. Viele geben sich hier wenig Mühe und wissen auch nicht wirklich, was in welche Tonne gehört. Die Restmülltonne kostet auch dem öffentlichen Bereich viel Geld, während die Wertstoff- und Grünabfalltonne kostenlos sind.
Aber auch besonderer Müll, wie Batterien, Glühlampen, Elektrogeräte etc. wollen richtig entsorgt werden.
0.65
Papierloses Büro/ Medien
2
(0) gar nicht, (1) manches, (2) das meiste, (3) alles nur noch digital.
(0) gar nicht, (1) manches, (2) das meiste, (3) alles nur noch digital.
Papier zu sparen hilft Wälder zu schützen - auch das Recycling Papier bedeutet letztlich mehr Nachfrage dann auch nach frischem Zellstoff aus Bäumen.
Vieles brauchen wir gar nicht erst auszudrucken, sondern können es auf Geräten, die wir eh schon haben, speichern. Für interne Prozesse aber auch für den Dialog mit den Kunden sollten sich digitale Formen immer weiter durchsetzen.
0.61
Mehrweg in Kantine und Kiosk
2
(0) gar nicht, (1) häufig, (2) meistens, (3) immer
(0) gar nicht, (1) häufig, (2) meistens, (3) immer
Nach unverpackt und bei Getränken nach dem Leitungswasser ist das beste, was wir tun können, in Mehrwegbehältern unsere Lebensmittel zu kaufen. (Übrigens gibt es für Büromaterial auch Mehrweg-Versandkisten wie auch bei manch regionalem Lieferdienst). Frage dabei auch, ob die Behälter leer durch ganz Deutschland transportiert werden, oder auch norddeutsches Bier in die leere Flasche bayrischen Biers fließt und umgekehrt. Nächste Frage, was es an Energie kostet, die Behältnisse zu reinigen. Verbundverpackungen oder gut zu recycelnde Dosen sind in manchen Studien die bessere Alternative. Bei solchen Studien muss genau geschaut werden, was da verglichen wird. Letztlich gilt es regional Kreisläufe zu schließen.
Nächste Frage, ob die Behälter aus Glas oder Plastik sein sollen - Glas wird häufiger wiederverwertet, Plastik ist leichter und bedeutet weniger Energie beim Transport.
0.81
Flächennutzung
Vermeidung von Flächenversiegelung
1
(0) keine Rücksicht, (1) einige (2) die meisten, (3) alle möglichen Flächen
(0) keine Rücksicht, (1) einige (2) die meisten, (3) alle möglichen Flächen
Flächenversiegelung ist nicht nur in wachsenden Zivilisationen, sondern auch in Deutschland ein Problem. Wir leben auf zu viel Wohnfläche, bauen immer noch neue Straßen und Hofeinfahrten und auch unsere Terrassen werden immer größer.
Hier gezielt auf Fläche zu verzichten, in die Höhe zu bauen, wasserdurchlässige Pflasterung, Gründächer (eigener Punkt) und unter Abwägung aller Vor- und Nachteile das eigne Haus in die Höhe zu erweitern, um mehr Menschen auf der gleichen versiegelten Fläche das Wohnen zu ermöglichen, sind wertvolle Schritte. Übrigens ist ein englischer Rasen ökologisch wenig wertvoll, verglichen etwa mit einer Blumen- oder Kleewiese oder einem Gemüsegarten.
Unternehmen können systematisch schauen, welche Flächen nicht versiegelt sein müssen und vielleicht mit Blumenwiesen versehen werden können.
0.83
Renaturierung
1
(0) gar nicht, (1) manches, (2) das meiste, (3) alles
(0) gar nicht, (1) manches, (2) das meiste, (3) alles
In vielen Orten sind Moore, Bachläufe, etc. mit der Besiedlung und der Intensivierung der Landwirtschaft verloren gegangen. Diese zu renaturieren bedeutet häufig einen enormen Gewinn für Biodiversität, Klima- und auch Hochwasserschutz.
1.04
Insektenhotels, Vogelhäuser, Feldermauskästen, ...
0
(0) gar nicht, (1) einige, (2) viele, (3) maximal
(0) gar nicht, (1) einige, (2) viele, (3) maximal
Insektenhotels oder einfach nur alte, höhere Baumstümpfe und Totholz auf dem Boden, Nistkästen und wenn sinnvoll auch Fledermauskästen sind tolle Möglichkeiten, die Biodiversität im eigenen Umfeld zu maximieren. Hier können auch Schulklassen mitwirken.
0.48
Insektenfreundliche Blühpflanzen
0
(0) gar nicht, (1) vielerorts, (2) überwiegend, (3) maximal
(0) gar nicht, (1) vielerorts, (2) überwiegend, (3) maximal
Kaum zu glauben, dass die Zukunft unserer Ernährung von dem Einsatz von Pestiziden und deren Einfluss auf Insekten, die unsere Pflanzen bestäuben müssen, abhängt. Viele Bestäuber sind vor dem Aussterben bedroht und neben dem Kauf von Bio können wir auf unseren Flächen diesen Insekten Blüten anbieten. Tatsächlich sind manche Pflanzen weder Bienen- noch Vogelfreundlich. Andererseits sind Obstbäume und die meisten Gemüsesorten bereits tolle Möglichkeiten, Bienen, Hummeln etc. zu fördern. Bei den Blumenwiesen gibt es ein- und mehrjährige.
0.64
Gründach
0
(0) gar nicht, (1) teilweise, (2) überwiegend, (3) auf allen geeigneten Flächen
(0) gar nicht, (1) teilweise, (2) überwiegend, (3) auf allen geeigneten Flächen
Gründächer, mindestens für Garagen und Unterstände, sind ein guter Versuch, gegen die Flächenversiegelung und das Artensterben etwas zu tun. Wenn die Flächen zur Sonne - nach Osten, Westen oder Süden - ausgerichtet ist, kann sie natürlich auch mit PV-Modulen belegt werden. Bei Flachdächern können die PV-Module aufgestellt werden und unter ihnen dann immer noch etwas wachsen. Es gibt auch bifaziale Solarmodule, die Licht durchlassen bzw. auch mit dem Streulicht von der Rückseite Energie erzeugen können (wobei natürlich eine Grünfläche die Rückseiten nicht so anstrahlt wie ein helles Blechdach).
0.08
Soziales
Handwerk aus der Region
1
(0) gar nicht, (1) manchmal, (2) meistens, (3) immer
(0) gar nicht, (1) manchmal, (2) meistens, (3) immer
Hier geht es um Leben und Arbeiten in der Region, um die Stärkung der Community. Das Vogelhaus von einer Sozialwerkstatt oder die PV-Anlage vom Elektriker vor Ort (sofern dieser sich weitergebildet hat). Wenn die Arbeit gut ist, kann im Gegenzug ja auch ein dezentes Werbeschild auf den Handwerksbetrieb aufmerksam machen.
1.06
Faire Löhne
3
(0) ist vorgegeben, (1) achten teilweise darauf, (2) achten weitestgehend darauf, (3) achten bei allen darauf
(0) ist vorgegeben, (1) achten teilweise darauf, (2) achten weitestgehend darauf, (3) achten bei allen darauf
Viele Personen, die über dem Durchschnitt verdienen, können dies nur, weil andere unter dem Durchschnitt verdienen. Die Kluft zwischen Arm und Reich wird immer größer. Über Billiglöhne schimpfen die Verbraucher*Innen, die Preisanhebung um 50 Cent wird aber selten akzeptiert.
Was wir verdienen ist dabei nicht, wie Liberale oder Neoliberale gern meinen, allein eine Frage des Fleißes. Es ist das Produkt (!) aus Fleiß, Können und den richtigen Rahmenbedingungen. Wer viele begabte und fleißige Menschen kennt, die einfach kein Glück haben, entwickelt Empathie und ist bereit, mehr zu zahlen, und sei es über Trinkgelder.
Unternehmen können bei Vergütung insbesondere der weniger gut bezahlten Tätigkeiten im Rahmen ihrer Möglichkeiten ein Zeichen setzen.
0.74
ehrenamtliches Engagement
2
(0) gar nicht, (1) fördern einiges, (2) fördern viel, (3) maximal jeweils gemessen an dem, was grundsätzlich denkbar ist.
(0) gar nicht, (1) fördern einiges, (2) fördern viel, (3) maximal jeweils gemessen an dem, was grundsätzlich denkbar ist.
Ehrenamt, ob nun bei der Feuerwehr, im Sportverein oder die Hilfe in der Nachbarschaft, ist für das Miteinander und die Gesellschaft enorm wichtig. Unternehmen können hier helfen, Ehrenamt zu würdigen und durch Spenden zu begleiten.
0.74
Förderung aktiver politischer Beteiligung
1
(0) machen wir nicht, (1) in social media, (2) über Plakate und Aushänge, (3) selbst Aktivitäten organisieren
(0) machen wir nicht, (1) in social media, (2) über Plakate und Aushänge, (3) selbst Aktivitäten organisieren
Wir erleben in der ganzen Welt was passiert, wenn die Erfolgreichen große Teile der Gesellschaft abhängen: radikale Strömungen bekommen Zulauf, die Klimakatastrophe wird geleugnet, Haß gegen Ausländer aber auch gegen die eigenen Politiker geschürt.
Mit solchem Nährboden spielen ganz bewusst einige “Ego-Trolle”, die ihre Interessen durchboxen wollen, wenn etwa konservative Parteien von Ideologie bei den progressiven Parteien sprechen oder ein Automobil-Boss Impfgegner ist, um seine Werke nicht schließen zu müssen, oder andere gegen Windkraft und E-Mobilität und pro Kernkraft ohne jedes Fachwissen wettern. Unzufriedene Bürger*innen greifen das als ‘Troll-Lemminge’ auf, fühlen sich über die gemeinsamen Feindbilder zugehörig und wettern auf Social Media gegen alles, was Veränderung in Richtung Zukunftsfähigkeit bedeutet. Es ist der Kampf um sogenannte Meme und nicht mehr wie früher allein um Deutungshoheiten, zumal die Experten sich zu den meisten Fragen einig sind.
So unbequem es ist, sollten wir daher in Social Media dagegenhalten und nicht frustriert abwinken. In unserem Umfeld können wir zudem mit anderen zusammenkommen und über Politik oder die Gestaltung des Miteinanders sprechen - auch wenn viele privat gar nicht über Politik reden wollen, weil sie zwar eine Meinung haben, aber nicht das Gefühl, dass sie diese selbst stützen können. Es gibt zum Beispiel den Tag der Offenen Gesellschaft und regional sicherlich noch viele weitere Initiativen. Politiker können motivieren, in eine Partei eintreten, zu öffentlichen Ratssitzungen gehen, und an Demonstrationen teilnehmen. Bei Fridays for Future einmal dabei gewesen zu sein, ist ein Erlebnis! Unternehmen können Haltung zeigen! Ideologie ist nicht die Meinung des anderen, sondern das, was wissenschaftlich nicht robust (also mehr als eine Einzelstudie) belegt ist.
https://www.know-why.net/model/Ch6pG92HeaVbtguDEvK11Iw
0.96
Kulturförderung
1
(0) gar nicht, (1) fördern etwas, (2) fördern viel, (3) maximal jeweils gemessen an dem, was grundsätzlich denkbar ist.
(0) gar nicht, (1) fördern etwas, (2) fördern viel, (3) maximal jeweils gemessen an dem, was grundsätzlich denkbar ist.
Kulturförderung kann in allen Facetten erfolgen - vom musizierenden Jugendlichen über Ausstellungen bis zur Pflege traditioneller Feste.
0.07
Sonstiger Konsum
gebrauchte oder langelebige Möbel
2
(0) gar nicht, (1) manchmal, (2) häufig, (3) grundsätzlich
(0) gar nicht, (1) manchmal, (2) häufig, (3) grundsätzlich
Viele Möbel halten es nicht aus, verschoben oder gar auseinander und wieder zusammengebaut zu werden. Sie sind in erster Linie billig und das Geschäftsmodell ist, dass nach ein paar Jahren wir neue Möbel kaufen wollen. Zu schauen, wie wertig die Möbel sind und diese dann auch mal reparieren zu können, bringt uns ein ganzes Stück weiter auf dem Weg zur besseren Welt. Verblüffend auch, was es für gute Stücke auf dem Gebrauchtmarkt gibt.
1.30
Green IT
1
(0) gar nicht, (1) recycelbare, (2) faire, (3) gebrauchte Geräte
(0) gar nicht, (1) recycelbare, (2) faire, (3) gebrauchte Geräte
Green IT fängt bei den Geräten an und geht weiter über den Stromverbrauch vom Streaming bis hin zur Nutzung von IT zur Effizienzsteigerung. Bei den Geräten geht es um die Nutzung von gebrauchten bzw. refurbished Geräten, um reparierbare Geräte, um das Recycling von Materialien und die Minimierung von bedenklichen Rohstoffen.
0.55
Gebrauchte, lang genutzte Geräte
2
(0) gar nicht, (1) manchmal, (2) häufig, (3) grundsätzlich
(0) gar nicht, (1) manchmal, (2) häufig, (3) grundsätzlich
Viele Geräte vom Staubsauger über den Akkuschrauber bis zum Fernseher sind heute verblüffend preiswert. Hier auf wertige Geräte zu setzen, die lange halten, oder sogar gebrauchte Geräte zu kaufen, hilft Rohstoffe und Energie zu sparen.
1.30
Reparieren statt Neukauf
2
(0) gar nicht, (1) manchmal, (2) häufig, (3) grundsätzlich
(0) gar nicht, (1) manchmal, (2) häufig, (3) grundsätzlich
Viele Geräte sind leider gar nicht mehr zu reparieren, etwa wenn von der Waschmaschine das Steuergerät kaputt geht und mehr kostet als eine neue Waschmaschine. Und doch gibt es Werkstätten, die Handys, Waschmaschinen, Rasenmäher etc. auch noch reparieren - und auch wenn es ähnlich teuer, wie ein neues Gerät, ist, ist es doch das gute Gefühl, wieder etwas für eine bessere Welt getan zu haben.
0.65
nicht-nachhaltige Betriebsfeste /-ausflüge
1
(0) haben welche, (1) sehr selten, (2) gestalten diese umweltfreundlich, (3) haben keine,
(0) haben welche, (1) sehr selten, (2) gestalten diese umweltfreundlich, (3) haben keine,
Gemeint sind hier nicht die Skaterbahn oder der Kunstrasen-Sportplatz, sondern Motorsport, Ski-Fahren auf künstlich beschneiten Pisten, Kiten in Vogelschutzgebieten, Segelboote mit Bioziden am Unterwasserschiff, Golfen mit hohem Wasser- und Pestizid-Einsatz, Quad-Fahrten in die Natur, Fallschirmspringen, u.ä.. Natürlich machen diese Hobbies Spaß, weshalb es belohnt wird, wenn wir hier aktiv die umweltfreundlicheren Alternativen wählen und so ein Umdenken auch bei anderen erreichen.
1.00
Produktion
Faire Löhne und Arbeitsbedingungen Lieferkette
1
(0) gar nicht, (1) manchmal, (2) häufig, (3) grundsätzlich eingehalten
(0) gar nicht, (1) manchmal, (2) häufig, (3) grundsätzlich eingehalten
Transparenz in der Lieferkette sollten nicht nur die dazu verpflichteten größeren Unternehmen anstreben. Dazu gehört dann auch die Kenntnis, unter welchen Arbeitsbedingungen die Menschen arbeiten. Kinderarbeit und Sklaverei sind immer noch verbreitet und auch unmenschliche Arbeitsbedingungen und Hungerlöhne stehen häufig am Anfang der Lieferkette in den Minen und Fabriken im Ausland. Hier kann ein Unternehmen Druck machen und entsprechend besser vergüten.
0.00
Moderate Büro-/Lager-/ Produktionsflächen
3
(0) viel ungenutzte Fläche, (1) viel Platz, (2) wenig Platz (3) belegt, möglicherweise gemeinsam genutzte Flächen
(0) viel ungenutzte Fläche, (1) viel Platz, (2) wenig Platz (3) belegt, möglicherweise gemeinsam genutzte Flächen
Die Fläche, die wir für Räume und Außenbereiche benötigen, umfasst die versiegelte Fläche, das benötigte Baumaterial und meist auch den Raum, der beheizt werden muss. Wenn wir die Räume hier nutzen, sie möglicherweise untervermieten oder mit anderen teilen (z. B. Coworking Spaces), machen wir große Schritte in Richtung Nachhaltigkeit. Gerade im Zuge des Homeoffice ist die Verkleinerung von Firmenflächen kein Rückschritt, sondern ein Fortschritt.
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