Energie
Energiespar-Geräte
0
(0) veraltete Geräte, (1) mit altem Energiesparsiegel, (2) mit bis vor kurzem aktuellen und (3) mit aktuellstem Bestwert
(0) veraltete Geräte, (1) mit altem Energiesparsiegel, (2) mit bis vor kurzem aktuellen und (3) mit aktuellstem Bestwert
Es ist immer ein Abwägen, ob die Weiternutzung eines älteren Gerätes nicht weniger Energie oder Wasser benötigt als die Produktion eines neuen, energie-effizienten Gerätes. Betrachtet werden muss daher der Energiebedarf entlang des gesamten Produktlebenszykluses (von der Produktion über die Nutzung bis zur Entsorgung). Unternehmen brauchen hier die Kompetenz, den richtigen Zeitpunkt für eine Neuanschaffung von Geräten abzuwägen, aber auch die Entschlossenheit, dann die nachhaltigsten und nicht nur preiswertesten Geräte anzuschaffen.
In der Schule geht es um Geräte wie Kopierer, Kühlschrank im Lehrerzimmer, Schulkiosk, Schulküche, Drucker, Computer usw..
0.23
LED Beleuchtung
0
(0) für gar keine, (1) für ältere Energiesparlampen, (2) für weitestgehend LED, (3) für komplette LED Beleuchtung
(0) für gar keine, (1) für ältere Energiesparlampen, (2) für weitestgehend LED, (3) für komplette LED Beleuchtung
LED ‘Birnen’ gibt es mittlerweile für wirklich alle Lampen, auch mit angenehm warmen Lichtfarben.
0.23
PV auf geeigneten Flächen
0
(0) gar nicht, (1) weniger als 50%, (2) mehr als 50%, (3) alle geeigneten Flächen
(0) gar nicht, (1) weniger als 50%, (2) mehr als 50%, (3) alle geeigneten Flächen
Wir müssen für Photovoltaik (PV) alle geeigneten Flächen nutzen, da die Alternativen auf Freiflächen die Natur und den Ackerbau einschränken. Ein Trend ist PV auf Stelzen, damit darunter noch gegärtnert oder geackert werden kann. Das kostet aber Baumaterial. Photovoltaik ist heute dank billiger Panele aus China verblüffend preiswert geworden. Leider gibt es für die Einspeisung ins Stromnetz kaum noch Geld, zur Zeit etwa 8 Cent pro kWh. Daher sollte PV immer mit einem eigenen Stromspeicher (eigener Schritt, s.u.) kombiniert werden, damit möglichst viel Strom selbst verbraucht wird. Das spart dann ca. 35 cent pro kWh, die wir sonst an den Stromanbieter zahlen müssten. Auf diese Weise rechnet sich die eigene PV Anlage angepasst an den eigenen Stromverbrauch bereits nach einigen Jahren.
Bei Schulen ist die Frage, wer der Träger ist. Für PV geben die Banken gern Kredite, aktuell wird es auch gefördert. Zudem gibt es auch Anbieter, welche die Kosten übernehmen und quasi die Dachfläche mieten und im Gegenzug vergünstigten Strom anbieten. Solche Anbieter formen dann mit anderen Häusern und deren Batterien so genannte virtuelle Kraftwerke. Auch können die Bürger*innen mit Bürgerenergie für eine Finanzierung sorgen. Eine E-Tankstelle für die Lehrkräfte oder nachmittags, am Wochenende und in den Ferien auch für die Öffentlichkeit könnte dem Träger Einnahmen bescheren. Administrative Hindernisse sind dazu da, überwunden zu werden.
1.10
Windkraft / Wasserkraft
0
(0) gar nicht, (1) weniger als 50%, (2) mehr als 50%, (3) alle geeigneten Flächen bzw. Angebote
(0) gar nicht, (1) weniger als 50%, (2) mehr als 50%, (3) alle geeigneten Flächen bzw. Angebote
Wasserkraftnutzung muss rechtlich und in seinen Auswirkungen auf Ökosysteme wohl überlegt sein.
Windkraftwerke können wir ebenfalls nur mit Rücksicht auf die Bevölkerung (u.a. Geräuschentwicklung) betreiben. Auch hier hilft Bürgerenergie die Akzeptanz zu erhöhen.
Richtig sinnvoll ist Bürgerenergie - wenn sich Anwohner etwa in einer Genossenschaft zusammenschließen und größere Windkraftanlagen meist in der Nähe betreiben. Das fördert die Akzeptanz von Windkraft in der Umgebung und die Rendite landet nicht beim Großinvestor, sondern den Menschen vor Ort.
Es ist recht unwahrscheinlich, dass Schulen hier Möglichkeiten haben.
0.88
Stromspeicher
0
(0) gar nicht, (1) ein kleiner Speicher für einen Tag, (2) ein Speicher für mehr als einen Tag, (3) ein Speicher auch für E-Auto-Laden oder als virtuelles Kraftwerk
(0) gar nicht, (1) ein kleiner Speicher für einen Tag, (2) ein Speicher für mehr als einen Tag, (3) ein Speicher auch für E-Auto-Laden oder als virtuelles Kraftwerk
Ein Stromspeicher hilft in erster Linie, den Ertrag der PV-Anlage zu maximieren, wenn eben der Strom nicht für wenig Geld ins Netz gespeist wird, sondern abends aus der Batterie kommt und dann den vollen Strompreis zu sparen erlaubt.
Ein weiterer Vorteil kann noch sein, dass manche Batterien als Inselanlage bei Stromausfall funktionieren. Auch wenn die Schüler*innen sich in dem Fall vielleicht lieber einen Unterrichtsausfall wünschen :-)
Die bereits erwähnten virtuellen Kraftwerke greifen dann von außen auf eure Batterie zu und stellen den Strom quasi in der Nachbarschaft zur Verfügung zu und vergüten euch das. Darüber werden Stromnetze stabilisiert und auch bei wenig Wind und keiner Sonne können wir von erneuerbaren Energien zehren.
Hinweis zum Lithium: Lithium ist wie viele andere Rohstoffe auch beim Abbau häufig problematisch. Die Ökobilanz muss aber berücksichtigen, dass wir Lithium über hunderte Jahre recyceln können. Im Keller könnten später auch ältere Lithiumbatterien aus der Automobilindustrie zu einem zweiten Leben kommen oder Natriumbatterien, die mehr Platz benötigen.
0.66
Bewegungsmelder
0
(0) keine, (1) weniger als die Hälfte, (2) mehr als die Hälfte, (3) überall
(0) keine, (1) weniger als die Hälfte, (2) mehr als die Hälfte, (3) überall
Bewegungsmelder machen in allen Räumen inklusive Außenbereich Sinn, in denen wir das Licht potentiell zu lange brennen lassen, etwa im Flur, Keller, in den WC-Anlagen, usw.. Wichtig dabei natürlich, dass das Licht nicht zu lange angeschaltet bleibt.
0.16
Vermeidung von StandBy Zeiten
1
(0) gar nicht, (1) bei einigen Geräten, (2) bei den meisten, (3) bei allen
(0) gar nicht, (1) bei einigen Geräten, (2) bei den meisten, (3) bei allen
Standby Stromverbräuche werden gern angemahnt und hochgerechnet. Wenn ein Fernseher beispielsweise 5 Watt im Standby verbraucht, sind das auf den Tag gerechnet 120 Wattstunden (Wh), also ca. eine Achtel Kilowattstunde, die etwa 35 Cent kostet. Schulen können recht einfach selbst berechnen, welches Einsparpotential all ihre Computer, Kopierer und Interaktive Tafeln etc. bei Verzicht auf StandBy haben.
0.16
Licht unnötig brennen lassen
0
(0) passiert ständig, (1) passiert häufig, (2) passiert selten, (3) passiert nie
(0) passiert ständig, (1) passiert häufig, (2) passiert selten, (3) passiert nie
Moderne Lampen benötigen wenig Strom, und doch lohnt es sich in der Summe, diese nicht unnötig brennen zu lasen, etwa wenn wir länger nicht im Raum sind. Flure, WC-Räume, Keller haben häufig unnötig das Licht brennen. Auch Schulen haben in einigen Bereichen teilweise zu lang bzw. zu früh das Licht an.
0.08
Kompensation von THG Emissionen
1
(0) gar nicht, (1) nur bei Flugreisen, (2) auch bei mehr und (3) bei allem
(0) gar nicht, (1) nur bei Flugreisen, (2) auch bei mehr und (3) bei allem
Die Kompensation von Treibhausgas-Emissionen ist sehr umstritten. Jemand fliegt, fährt Auto oder veranstaltet ein Grillfest und spendet für die damit verbundenen Treibhausgas-Emissionen einen Betrag an einen Dienstleister, der Projekte zur Treibhausgaseinsparung / -bindung (z.B. über Waldaufforstung) verspricht. Leider erweisen sich dabei viele Anbieter als fadenscheinig, weil sie versprochene Wirkung gar nicht erzielen. Es sollten also lediglich seriöse Anbieter unterstützt werden. Zudem sollte die Kompensation nicht als Freifahrtschein missverstanden werden. Es gilt daher, Emissionen weitestgehend zu vermeiden und lediglich für den Rest zu kompensieren (siehe auch den Punkt Spenden). Denkbar auch, dass die Schule selbst einen Schulwald oder eine Streuobstwiese bepflanzt. Gemeinden müssen für Neubaugebiete meist Ausgleichsflächen schaffen. Da könnten dann die Schulen in tollen Aktionen Bäume pflanzen. Wichtig ist der Hinweis, dass Kompensationen eben nicht - wie von manchen völlig falsch behauptet - die weitere Nutzung von fossilen Energieträgern ermöglichen. Es geht nur um die Kompensation nicht-vermeidbarer Emissionen.
0.42
Verzicht auf Stromfresser
2
(0) haben viele, (1) haben mehr als zwei, (2) haben ein, zwei (3) haben keine
(0) haben viele, (1) haben mehr als zwei, (2) haben ein, zwei (3) haben keine
Abgesehen davon, dass jedes Gerät einen hohen Stromverbrauch haben kann, ein Kühlschrank nicht regelmäßig abgetaut wird, die Türdichtung undicht ist, die Waschmaschine mit zu hohen Temperaturen und Schleuderzahlen gefahren wird, usw.., gibt es noch einige unnötige Dinge, die viel Strom konsumieren:
In Schulen können dies übertriebene Lichtinstallationen, Aquarium-Pumpen, o.ä. sein.
0.39
Wohnen, Gebäude
Wärmedämmung
0
(0) mehr 140kWh/m2a, (1) bis runter auf 70, (2) bis 15, und (3) für unter 15 kWh/m2a
(0) mehr 140kWh/m2a, (1) bis runter auf 70, (2) bis 15, und (3) für unter 15 kWh/m2a
Wärmedämmung ist extrem wichtig. Hier zu investieren bedeutet Energie und Kosten zu sparen. Das Argument, dass das Bauen dann zu teuer wird, muss klar relativiert werden. Ein Weg ist natürlich, kleinere Gebäudeflächen dämmen zu müssen. Der andere beim Bauen generell effizienter zu werden. Dann werden auch ökologische Baustoffe bezahlbar. Alte Gebäude, die sich nicht mehr sinnvoll dämmen lassen, sind vielleicht als Neubau so viel mehr wert, dass die Finanzierung kein Problem darstellt.
1.17
Wärmepumpe oder -netz mit Erneuerbaren Energien
1
(0) Öl oder Gas, (1) hybride Wärmepumpen, (2) Luft-Wasser-WP, (3) Sole o.ä.-WP
(0) Öl oder Gas, (1) hybride Wärmepumpen, (2) Luft-Wasser-WP, (3) Sole o.ä.-WP
Wärmepumpen entziehen einem großen Volumen - Luft, Erdreich, Grundwasser - kleine Wärmemengen und addieren diese zu ausreichend Wärme für die Gebäude und die Warmwasserbereitung. Ähnlich wie ein Kühlschrank wird dazu nur ein Kältemittel im Kreis gepumpt und die elektrische Energie ist viel geringer als die gewonnene Wärmeenergie.
Wärmepumpen an sich sind nicht zwingend teuer. Doch Strom ist zu unrecht im Vergleich zu Erdgas teuer, weshalb sich Wärmepumpen nur lohnen, wenn auch insgesamt weniger Wärme in gut gedämmten Gebäuden benötigt wird. Ausgerechnet im kalten Skandinavien haben sich Wärmepumpen längst durchgesetzt, während in Deutschland eine Scheindebatte geführt wird.
Die größte Effizienz haben Wärmepumpen, die aus der Tiefe des Erdreichs die Energie ziehen. Diese sind für Einzelgebäude häufig zu teuer, aber für Quartiere oder ganze Ortschaften und die Nutzung von Wärmenetzen ergeben sich hier enorme Möglichkeiten.
Holzheizungen sind bestenfalls eine (1), da sie weniger schlimm sind, als Öl- und Gas. Sie emittieren aber Feinstaub und wir brauchen Holz für Baumaterialien. Windbruch kann im Wald für die Artenvielfalt verleiben oder für Spanplatten genutzt werden.
2.60
Wasser sparen (Geräte)
0
(0) veraltete Geräte, (1) mit schlechtem Verbrauchs-Wert, (2) mit bis vor kurzem aktuellen und (3) mit aktuellstem Bestwert
(0) veraltete Geräte, (1) mit schlechtem Verbrauchs-Wert, (2) mit bis vor kurzem aktuellen und (3) mit aktuellstem Bestwert
Geräte wie Wasch- und Spülmaschinen müssen bei Neukauf einen Wert für den Wasserverbrauch angeben. Es lohnt sich daher, den Wasser- und Energieverbrauch gleichermaßen zu vergleichen und auch entsprechende Testberichte zu recherchieren, etwa von Öko-Test oder Stiftung Warentest.
Schulen haben in der Regel ebenfalls das ein oder andere Wasser gebrauchende Gerät.
0.35
Regenwassernutzung
0
(0) kein Regenwasser nutzen, (1) kleines Regenwasserfass, (2) Zisterne für Garten, (3) für Garten und Haushalt
(0) kein Regenwasser nutzen, (1) kleines Regenwasserfass, (2) Zisterne für Garten, (3) für Garten und Haushalt
Regenwasser können wir bei unproblematischen Materialien des Dachs mindestens für die Schulgarten-Bewässerung nutzen. Mit deutlich mehr Aufwand auch für Waschmaschine und Toilettenspülung. Auch wenn es wirtschaftlich recht lange dauert, eh es sich lohnt, ist es eine gute Sache.
1.06
Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung
2
(0) keine, (1) ohne Rückgewinnung, (2) mit Rückgewinnung, (3) mit Rückgewinnung auch aus Abwasser
(0) keine, (1) ohne Rückgewinnung, (2) mit Rückgewinnung, (3) mit Rückgewinnung auch aus Abwasser
Lüftungsanlagen sind bei Passiv- und auch bei Aktivhäusern längst Standard. Nicht nur helfen sie richtig zu lüften - also nicht zu spät und nicht zu lang - sondern auch der warmen, ‘verbrauchten’ Luft noch einen Großteil der Wärme zu entziehen.
Selten hingegen ist die Abwasserwärmerückgewinnung: https://de.wikipedia.org/wiki/Abwasserwärmerückgewinnung
0.78
Abgesenkte Warmwassertemperatur mit Ultrafiltration
0
(0 keine) , (1) 60 Grad, (2) 55 Grad, (3)<=50 Grad
(0 keine) , (1) 60 Grad, (2) 55 Grad, (3)<=50 Grad
Bei alten Heizungen mit kleinen Heizkörpern erzeugt die Heizung regelmäßig über 60 Grad, so dass auch das Warmwasser mit über 60 Grad frei von Legionellen sein kann. Moderne Wärmepumpen, viele Fernwärmenetze und auch die Nutzung von Solarthermie an weniger sonnigen Tagen kann zu Temperaturen von unter 50 Grad für die Heizung führen. Für das Warmwasser muss dann immer aufwändig nachgeheizt werden. Wenn hingegen die Temperatur des Warmwassers auch abgesenkt werden kann, kann eine Menge Energie gespart werden. Allerdings ist dies nur unter Einhaltung der allgemein anerkannten Regeln der Technik möglich, da es sonst zu Legionellen kommen kann. Eine Hilfe können dabei moderne Verfahren der Ultrafiltration sein.
0.39
Abgesenkte Gebäudetemperatur (ohne Schimmel)
2
(0) über 20 Grad, (1) 19-20, (2) 18, (3) 17
(0) über 20 Grad, (1) 19-20, (2) 18, (3) 17
In den meisten Klassenzimmern ist es im Winter zu warm - manche laufen im T-Shirt herum anstatt dicke Pullover oder eine Strickjacke anzuziehen. Das Energiesparpotential ist dabei erheblich.
0.55
Verzicht auf Klimaanlagen
1
(0) gar nicht, (1) weniger als 50%, (2) mehr als 50%, (3) 100% der Gebäude
(0) gar nicht, (1) weniger als 50%, (2) mehr als 50%, (3) 100% der Gebäude
Klimaanlagen gewinnen auch in unseren Breitengraden an Bedeutung. Intelligentes Bauen und Lüften und die Verwendung von Wärmeschutz-Rollos kann diese Stromfresser vermeiden.
0.39
Intelligentes Lüften
3
(0) gar nicht, (1) weniger als 50%, (2) mehr als 50%, (3) 100% der Male in der Heizperiode
(0) gar nicht, (1) weniger als 50%, (2) mehr als 50%, (3) 100% der Male in der Heizperiode
Intelligentes Lüften meint nicht zu spät und nicht zu lang. Zu spät ist es, wenn wir bei verbrauchter Luft müde werden, Kopfschmerzen bekommen und die Luftfeuchtigkeit zu hoch wird. Zu lang ist es, wenn die Luft bereits ausgetauscht wurde und kühl ist, aber wir noch länger lüften auch die Materialien (Wände, Möbel) auskühlen.
Wärme bedeutet letztlich, dass Dinge oder Luft schwingen. Wenn die Luft ausgetauscht ist, aber die Gegenstände und Wände noch schwingen, wird die frische Luft schnell erwärmt. Wenn auch die Wände kalt werden, kann sich an ihnen Schimmel bilden und wir benötigen teure Heizenergie, um alles wieder ins Schwingen zu bringen.
CO2 Messgeräte helfen übrigens rechtzeitig und nicht zu lang zu lüften. Diese sollten aber kein unnützes Gadget sein, sondern vielleicht zum Üben nacheinander in den Räumen eingesetzt und gern auch verliehen werden. Ein nettes Spiel ist der Wettbewerb, wie gut das Gespür der Menschen im Raum ist, rechtzeitig und nicht zu lang zu lüften.
Besonders Schulen haben ein Potential die Türen im Eingangsbereich nicht zu weit und nicht zu lange geöffnet zu halten.
0.23
Ernährung
Lebensmittel aus der Region
3
(0) gar nicht, (1) weniger als 50%, (2) mehr als 50%, (3) 100% der Lebensmittel
(0) gar nicht, (1) weniger als 50%, (2) mehr als 50%, (3) 100% der Lebensmittel
Lebensmittel aus der Region für den Schulkiosk oder die Kantine vom Wochenmarkt und vom Hofladen sind nicht weit transportiert (Ausnahmen gibt es natürlich auch dort) worden und stärken die lokale Wirtschaft.
Allerdings gibt es auch ineffiziente kurze Transportwege, wenn Fahrzeuge mit wenig Ladung zu den Verkaufsstellen fahren. E-Mobilität und Lastenfahrräder können hier helfen.
Leider wird vielfach auch das Regionale gegen das Bioangebot ausgespielt: regionale, gespritzte Lebensmittel sind nicht so gut, wie regionale Bio Lebensmittel, und regionales Fleisch nicht so gut für die Umwelt, wie der Verzicht auf Fleisch.
0.23
Leitungswasser
1
(0) gar nicht, (1) weniger als 50%, (2) mehr als 50%, (3) 100% anstelle von gekauftem Mineralwasser oder Softdrinks
(0) gar nicht, (1) weniger als 50%, (2) mehr als 50%, (3) 100% anstelle von gekauftem Mineralwasser oder Softdrinks
Leitungswasser ist erfreulicherweise längst ein Trend. An Schulen gibt es Trinkwasserspender und die Schüler*innen haben ihre Trinkflaschen dabei, und zu Workshops bringen Manager ebenfalls ihre Trinkflaschen mit. Viele Kinder werden gar nicht erst an die ungesunden Zuckergetränke gewöhnt.
Leitungswasser ist strenger kontrolliert als abgefüllte Getränke und spart eine Menge Energie und Verpackung.
Schulen können Wasserspender aufstellen - ggf. auch mit Filtern arbeiten, etwa um Chlorgerüche zu entfernen.
1.30
Vermeidung von Lebensmittelverschwendung
3
(0) gar nicht, (1) weniger als 50%, (2) mehr als 50%, (3) 100% der wegzuschmeißenden Lebensmittel rette oder vermeide ich
(0) gar nicht, (1) weniger als 50%, (2) mehr als 50%, (3) 100% der wegzuschmeißenden Lebensmittel rette oder vermeide ich
Lebensmittel werden vom Acker angefangen über die Fabriken und Transportwege bis hin zum Wegwerfen durch uns, die Restaurants und die Supermärkte verschwendet. Das bedeutet letztlich, dass mehr Flächen für den Anbau benötigt werden und damit Wälder abgeholzt werden und mit Spritzmitteln und Dünger die Biodiversität gefährdet wird.
Wir können gezielter einkaufen, Waren nicht nur wegen des Mindesthaltbarkeitsdatums wegwerfen, Lebensmittel im Haushalt retten (z.B. Bananen einfrieren oder haltbare Aufstriche und Suppen aus übrig gebliebenen Gemüse selbst machen), gezielt gerettete Lebensmittel (z.B. zu kleine oder schrumpelige Waren) retten und an vielen Orten auch übrig gebliebene Lebensmittel spenden, z.B. an die Tafeln.
Kantinen und Kioske und auch Veranstaltungen können vorab die Nachfrage abfragen und so ein Wegschmeißen von Lebensmitteln verhindern. Auch kann bewusst am nächsten Tag ein Gericht angeboten werden, das die Verwertung der Reste vom Vortag anpreist.
0.83
Mobilität
Fahrrad statt Auto
1
(0) gar nicht, (1) weniger als 50%, (2) mehr als 50%, (3) immer
(0) gar nicht, (1) weniger als 50%, (2) mehr als 50%, (3) immer
Keine Frage - das Auto stehen zu lassen und das Fahrrad zu nehmen ist ein stolzes Gefühl und gesund. Wer sich nicht auspowern mag (etwa auf dem Weg zur Arbeit), kann ein E-Bike erwägen. Wer viel zu transportieren hat, ein Lastenfahrrad. Häufig können wir uns auch mit anderen ein Lastenfahrrad teilen. Und wer schlechtes Wetter scheut, findet heute tolle Fahrradkleidung, die das Argument komplett entkräftet. Hier können Schulen ihre Lehrer*innen fördern.
0.55
Soziales
Bürger*innen Begegnung (Veranstaltungen)
2
(0) gar nichts, (1) fördern einiges, (2) fördern viel, (3) maximal jeweils gemessen an dem, was grundsätzlich denkbar ist.
(0) gar nichts, (1) fördern einiges, (2) fördern viel, (3) maximal jeweils gemessen an dem, was grundsätzlich denkbar ist.
Schulen können Nachhaltigkeitstage, Flohmärkte, Kleiderbasare, Food-Festivals, Repair-Cafes etc. für das Zusammenkommen der Bürger*innen anbieten.
0.12
Kleidung
Bio-Baumwolle/Leinen/Hanf/Holzfaser/ zertifizierte Schurwolle
3
(0) gar nicht, (1) manches, (2) vieles, (3) alles
(0) gar nicht, (1) manches, (2) vieles, (3) alles
Hier geht es beispielsweise um etwaige Schul-T-Shirts, -Cappies oder -Hoodies.
Global ist konventionelle Baumwolle ein Umweltproblem wegen des Einsatzes von Spritzmitteln und des hohen Wasserverbrauchs. Dazu kommt, dass die Textilfabriken beim konventionellen Färben ganze Flüsse vergiften und Menschen ausbeuten.
Neben ökologischer Baumwolle gibt es noch andere Naturfasern mit teilweise wesentlich geringerem Schaden für die Umwelt.
Bei Schurwolle ist auf die Zertifizierung zu achten, die Tierleid ausschließt.
Übrigens gibt es mittlerweile auch Outdoor-Kleidung aus dichtgewebter Biobaumwolle als Alternative zu den Kunststofffasern. Kunststofffasern lassen beim Waschen auch immer Mikroplastik in die Abwässer gelangen und Mikroplastik in der Umwelt führt möglicherweise zu multiresistenten Superkeimen - eine lange Geschichte.
Bei den Punkten für Kleidung könnt ihr, wenn ihr keine konventionelle Baumwolle kauft, sondern mal Recycling- und mal Bio-Baumwolle wählt, Euch bei beiden volle 3 Punkte geben.
Bio geht übrigens auch bei Gardinen, Tischdecken und Bettwäsche!!!
1.69
Sonstiger Konsum
Gebrauchte, lang genutzte Geräte
0
(0) gar nicht, (1) manchmal, (2) häufig, (3) grundsätzlich
(0) gar nicht, (1) manchmal, (2) häufig, (3) grundsätzlich
Viele Geräte vom Staubsauger über den Akkuschrauber bis zum Fernseher sind heute verblüffend preiswert. Hier auf wertige Geräte zu setzen, die lange halten, oder sogar gebrauchte Geräte zu kaufen, hilft Rohstoffe und Energie zu sparen.
So kann auch die Hausmeisterei refurbished kaufen.
1.30
Reparieren statt Neukauf
2
(0) gar nicht, (1) manchmal, (2) häufig, (3) grundsätzlich
(0) gar nicht, (1) manchmal, (2) häufig, (3) grundsätzlich
Viele Geräte sind leider gar nicht mehr zu reparieren, etwa wenn von der Waschmaschine das Steuergerät kaputt geht und mehr kostet als eine neue Waschmaschine. Und doch gibt es Werkstätten, die Handys, Waschmaschinen, Rasenmäher etc. auch noch reparieren - und auch wenn es ähnlich teuer, wie ein neues Gerät, ist, ist es doch das gute Gefühl, wieder etwas für eine bessere Welt getan zu haben.
0.65
nicht-nachhaltige Aktivitäten, z.B. bei Klassenfahrten /-ausflüge
0
(0) haben welche, (1) sehr selten, (2) gestalten diese umweltfreundlich, (3) haben keine
(0) haben welche, (1) sehr selten, (2) gestalten diese umweltfreundlich, (3) haben keine
Gemeint sind hier nicht die Skaterbahn oder der Kunstrasen-Sportplatz, sondern Motorsport, Ski-Fahren auf künstlich beschneiten Pisten, Kiten in Vogelschutzgebieten, Segelboote mit Bioziden am Unterwasserschiff, Golfen mit hohem Wasser- und Pestizid-Einsatz, Quad-Fahrten in die Natur, Fallschirmspringen, u.ä.. Natürlich machen diese Hobbies Spaß, weshalb es belohnt wird, wenn wir hier aktiv die umweltfreundlicheren Alternativen wählen und so ein Umdenken auch bei anderen erreichen.
1.00