Energie
Minimierung von Streaming
3
(0) für Streaming von allem (Daten, Fernsehen), (1) für viel Streaming, (2) für seltenes Streaming, (3) für gar kein Streaming
(0) für Streaming von allem (Daten, Fernsehen), (1) für viel Streaming, (2) für seltenes Streaming, (3) für gar kein Streaming
Streaming lässt sich kaum noch aufhalten. Es ist bequem, wenn alle Daten automatisch in der Cloud gesichert sind und von überall zugegriffen werden kann, und es ist ebenso bequem, wenn alle Sendungen nicht nur zu einem bestimmten Zeitpunkt geschaut werden können, sondern eben ‘on demand’. Auch kann argumentiert werden, dass die Computer nicht mehr so große Festplatten benötigen und keine CDs oder BlueRays mehr produziert werden müssen.
Am Ende aber bedeutet das Streaming in der ganzen Welt einen erheblichen Energiebedarf und die Infrastrukturen für Sendemasten verschlingen Platz und Rohstoffe und sie verursachen vermutlich auch schädliche Strahlungen. Eine Lösung ist daher, ein Stück weit auf den Komfort zu verzichten und vielleicht auch mehr in die Natur zu gehen statt vor dem Bildschirm zu hocken. Im Detail gibt es noch die Möglichkeit, eher zu Hause mit Glasfaser etwas herunterzuladen, denn unterwegs mit älteren Mobilfunknetzen.
0.39
Vermeidung von StandBy Zeiten
3
(0) gar nicht, (1) bei einigen Geräten, (2) bei den meisten, (3) bei allen
(0) gar nicht, (1) bei einigen Geräten, (2) bei den meisten, (3) bei allen
Standby Stromverbräuche werden gern angemahnt und hochgerechnet. Wenn ein Fernseher beispielsweise 5 Watt im Standby verbraucht, sind das auf den Tag gerechnet 120 Wattstunden (Wh), also ca. eine Achtel Kilowattstunde, die etwa 35 Cent kostet. Kaum wer wird also für 5 Cent am Tag vom Sofa aufstehen und den Schalter beim Fernseher drücken, oder den WLAN Router nachts ausschalten, oder den Computer herunterfahren. Oder doch? Und wie viele Wattstunden könnten täglich in allen Haushalten eingespart werden? Würde diese Betrachtung dein Handeln beeinflussen?
0.16
Licht unnötig brennen lassen
3
(0) passiert ständig, (1) passiert häufig, (2) passiert selten, (3) passiert nie
(0) passiert ständig, (1) passiert häufig, (2) passiert selten, (3) passiert nie
Moderne Lampen benötigen wenig Strom, und doch lohnt es sich in der Summe, diese nicht unnötig brennen zu lasen, etwa wenn wir länger nicht im Raum sind.
0.08
Verzicht auf Stromfresser
3
(0) nutzen viele, (1) nutzen mehr als zwei, (2) nutzen ein, zwei (3) nutzen keine
(0) nutzen viele, (1) nutzen mehr als zwei, (2) nutzen ein, zwei (3) nutzen keine
Abgesehen davon, dass jedes Gerät einen hohen Stromverbrauch haben kann, ein Kühlschrank nicht regelmäßig abgetaut wird, die Türdichtung undicht ist, die Waschmaschine mit zu hohen Temperaturen und Schleuderzahlen gefahren wird, usw.., gibt es noch einige unnötige Dinge, die viel Strom konsumieren:
Wäschetrockner, Sauna, Luftentfeuchter, Teichpumpen, Aquariumsheizungen, Terrassenheizungen (Heizpilze), usw..
Im Urlaub könntest du erwägen einige der Energie fressenden Angebote auszulassen.
0.39
Wohnen, Gebäude
Moderate Wohnfläche (47 qm/Person)
1
(0) ein großes (1) ein normales (2) ein kleineres (3) ein gemeinsames
(0) ein großes (1) ein normales (2) ein kleineres (3) ein gemeinsames
Die Fläche, die wir zum Leben benötigen, umfasst die versiegelte Fläche, das benötigte Baumaterial und den zu beheizenden Raum – und all dies vor dem Hintergrund der sozialen Gerechtigkeit. Wenn Sie eine Wohnung, ein Ferienhaus oder sogar ein Hotelzimmer auswählen, kann eine kleinere Version eine kluge Wahl sein.
2.11
Wasser sparen (Duschen)
2
(0) lange, heiß und häufig duschen, (1) kürzer duschen, (2) kürzer mit Duschsparkopf, (3) kürzer, mit Sparkopf und kälter
(0) lange, heiß und häufig duschen, (1) kürzer duschen, (2) kürzer mit Duschsparkopf, (3) kürzer, mit Sparkopf und kälter
Lange und heiß Duschen bedeutet Wasser- und Energieverbrauch und letztlich auch hohe Kosten. Die weiteren Wirkungen sind vernetzt gedacht noch viel eindrucksvoller - oder wusstest du, dass langes Duschen für Flüchtlinge und die Lebensqualität in Deutschland verantwortlich sein kann?
http://www.imodeler.info/ro?key=Ceju1XNHCFZBJc2MpbAOl5Q
Eine Spartaste bei der Toilettenspülung erachten wir einfach mal als selbstverständlich.
0.71
Abgesenkte Wohnraumtemperatur (ohne Schimmel)
3
(0) über 20 Grad, (1) 19-20, (2) 18, (3) 17
(0) über 20 Grad, (1) 19-20, (2) 18, (3) 17
In den meisten Wohn- und Schlafzimmern ist es im Winter zu warm - wir laufen im T-Shirt herum anstatt dicke Puschen und Pullover anzuziehen. Das Energiesparpotential ist dabei erheblich.
Bei der Absenkung der Temperatur ist auf das Raumklima und die etwaige Gefahr einer Schimmelbildung zu achten. Das hängt vor allem von der Luftfeuchtigkeit ab.
0.55
Intelligentes Lüften
3
(0) gar nicht, (1) weniger als 50%, (2) mehr als 50%, (3) 100% der Male in der Heizperiode
(0) gar nicht, (1) weniger als 50%, (2) mehr als 50%, (3) 100% der Male in der Heizperiode
Intelligentes Lüften meint nicht zu spät und nicht zu lang. Zu spät ist es, wenn wir bei verbrauchter Luft müde werden, Kopfschmerzen bekommen und die Luftfeuchtigkeit zu hoch wird. Zu lang ist es, wenn die Luft bereits ausgetauscht wurde und kühl ist, aber wir noch länger lüften auch die Materialien (Wände, Möbel) auskühlen.
Wärme bedeutet letztlich, dass Dinge oder Luft schwingen. Wenn die Luft ausgetauscht ist, aber die Gegenstände und Wände noch schwingen, wird die frische Luft schnell erwärmt. Wenn auch die Wände kalt werden, kann sich an ihnen Schimmel bilden und wir benötigen teure Heizenergie, um alles wieder ins Schwingen zu bringen.
CO2 Messgeräte helfen übrigens rechtzeitig und nicht zu lang zu lüften.
0.23
Ernährung
Vegetarische Tage
2
(0) keiner pro Woche, (1) 1-3, (2) 4-6, (3) 7 Tage in der Woche
(0) keiner pro Woche, (1) 1-3, (2) 4-6, (3) 7 Tage in der Woche
Anders als bei der veganen Ernährung können bei vegetarischer Ernährung auch Milch, Käse oder Eier dabei sein. Vegetarische Tage sind gesund, bedeuten weniger Tierhaltung und damit weniger Verbrauch von Flächen und Wasser.
Wir Deutschen konsumieren mehr als das dreifache an tierischen Produkten was laut EAT-Lancet Commission gesund für uns und den Planeten wäre.
Wir müssen ja nicht gleich Veganer oder Vegetarier werden, sondern vielleicht nur Flexitarier.
3.01
Lebensmittel aus der Region
2
(0) gar nicht, (1) weniger als 50%, (2) mehr als 50%, (3) 100% der Lebensmittel
(0) gar nicht, (1) weniger als 50%, (2) mehr als 50%, (3) 100% der Lebensmittel
Lebensmittel aus der Region, vom Wochenmarkt und vom Hofladen sind nicht weit transportiert (Ausnahmen gibt es natürlich auch dort) worden und stärken die lokale Wirtschaft.
Allerdings gibt es auch ineffiziente kurze Transportwege, wenn Fahrzeuge mit wenig Ladung zu den Verkaufsstellen fahren. E-Mobilität und Lastenfahrräder können hier helfen.
Leider wird vielfach auch das Regionale gegen das Bioangebot ausgespielt: regionale, gespritzte Lebensmittel sind nicht so gut, wie regionale Bio Lebensmittel, und regionales Fleisch nicht so gut für die Umwelt, wie der Verzicht auf Fleisch.
0.23
Bio-Lebensmittel
1
(0) gar nicht, (1) weniger als 50%, (2) mehr als 50%, (3) 100% der auch als bio erhältlichen Produkte
(0) gar nicht, (1) weniger als 50%, (2) mehr als 50%, (3) 100% der auch als bio erhältlichen Produkte
Bio ist extrem wichtig für die Artenvielfalt. Wir haben das größte Artensterben seit dem Aussterben der Dinosaurier und die Folgen sind größer als die des Klimawandels. Pestizide und mineralische Düngemittel gefährden unsere Zukunft. Zudem speichern Böden aus dem Biolandbau in der Regel mehr Kohlenstoff und helfen damit gegen die Klimakatastrophe.
Gegenargument ist häufig, dass die Erträge im Biolandbau niedriger sind als bei der industriellen Landwirtschaft und folglich mehr Wälder abgeholzt werden müssen. Das ist zum Beispiel beim eh nicht uneingeschränkt gesunden Getreide richtig. Aber wenn wir weniger Fleisch essen, weniger Lebensmittel verschwenden und mehr gesunde Hülsenfrüchte essen, haben wir reichlich Flächen zusätzlich zur Verfügung und können die gesamte Welt bio ernähren und sogar noch etwas mehr Wald pflanzen.
Bio ist teurer. Aber zum einen können viele Kosten durch weniger Fleisch gespart werden und zum anderen kann intelligent eingekauft und gekocht werden. Dazu gibt es eine Reportage aus dem Ersten mit einer Familie, die mit Hartz IV bio einkauft: https://www.daserste.de/information/ratgeber-service/lebensmittelcheck/sendung/wie-gut-ist-unser-essen-2-bio-aber-guenstig-experiment-100.html. … allerdings ist natürlich auch zu hinterfragen, ob es so geringes Auskommen überhaupt geben muss - Umweltpolitik ist auch Sozialpolitik.
1.61
Bio aus der Region
1
(0) gar nicht, (1) weniger als 50%, (2) mehr als 50%, (3) 100% der auch als bio erhältlichen Produkte aus der Region
(0) gar nicht, (1) weniger als 50%, (2) mehr als 50%, (3) 100% der auch als bio erhältlichen Produkte aus der Region
Was ist besser - der Bio-Apfel aus Neuseeland oder der gespritzte Apfel aus der Region? Antwort: beides falsch. Bio-Lebensmittel aus der Region bedeuten weniger Transport und sind somit noch besser als Bio-Lebensmittel mit weitem Transport.
2.00
Leitungswasser
3
(0) gar nicht, (1) weniger als 50%, (2) mehr als 50%, (3) 100% anstelle von gekauftem Mineralwasser oder Softdrinks
(0) gar nicht, (1) weniger als 50%, (2) mehr als 50%, (3) 100% anstelle von gekauftem Mineralwasser oder Softdrinks
Leitungswasser ist erfreulicherweise längst ein Trend. An Schulen gibt es Trinkwasserspender und die Schüler*innen haben ihre Trinkflaschen dabei, und zu Workshops bringen Manager ebenfalls ihre Trinkflaschen mit. Viele Kinder werden gar nicht erst an die ungesunden Zuckergetränke gewöhnt.
Leitungswasser ist strenger kontrolliert als abgefüllte Getränke und spart eine Menge Energie und Verpackung.
Selbst bei Wohnmobilen oder Booten oder an Orten mit Chlorgeruch im Wasser können wir durch gute und regelmäßig getauschte Filter viel Geld, Energie und Verpackung sparen.
1.30
Vermeidung von Lebensmittelverschwendung
2
(0) gar nicht, (1) weniger als 50%, (2) mehr als 50%, (3) 100% der wegzuschmeißenden Lebensmittel rette oder vermeide ich
(0) gar nicht, (1) weniger als 50%, (2) mehr als 50%, (3) 100% der wegzuschmeißenden Lebensmittel rette oder vermeide ich
Lebensmittel werden vom Acker angefangen über die Fabriken und Transportwege bis hin zum Wegwerfen durch uns, die Restaurants und die Supermärkte verschwendet. Das bedeutet letztlich, dass mehr Flächen für den Anbau benötigt werden und damit Wälder abgeholzt werden und mit Spritzmitteln und Dünger die Biodiversität gefährdet wird.
Wir können gezielter einkaufen, Waren nicht nur wegen des Mindesthaltbarkeitsdatums wegwerfen, Lebensmittel im Haushalt retten (z.B. Bananen einfrieren oder haltbare Aufstriche und Suppen aus übrig gebliebenen Gemüse selbst machen), gezielt gerettete Lebensmittel (z.B. zu kleine oder schrumpelige Waren) retten und an vielen Orten auch übrig gebliebene Lebensmittel spenden, z.B. an die Tafeln.
0.83
Mobilität
Verzicht auf SUV o.ä.
3
(0) großes SUV, Bus, (1) extrem sparsame Großraumfahrzeuge, (2) Mittelklasse, (3) Klein- u. Kompaktwagen
(0) großes SUV, Bus, (1) extrem sparsame Großraumfahrzeuge, (2) Mittelklasse, (3) Klein- u. Kompaktwagen
Ein Premium SUV kann weit über 2,5 Tonnen wiegen und verbraucht mehr als das Doppelte sparsamer Fahrzeuge. Van, Bus sind da ähnlich - haben aber manchmal eine Berechtigung, etwa als dann auch wirklich genutzte 7-Sitzer oder für regelmäßige Transporte. Für seltene Transporte sollte es Leihwagen in der Nähe oder Anhänger geben. Global gibt es einen Trend zu SUVs. Diese geben uns unbewusst das Gefühl der Robustheit, des Durchkommens. Sie verstärken das so genannte Attributions- oder auch das Distinktionsbedürfnis. Wir glauben das tolle Auto sind wir.
Gleichzeitig gilt aber auch: Kleinwagen sind nicht unbedingt sparsamer als größere Autos - ein Renault ZOE verbraucht offenbar mehr als ein Tesla Model Y. Aber größere Autos verbrauchen am Ende doch mehr Rohstoffe. Es gibt den Ausdruck SUV-Scham, wenn man sich durch SUVs egoistisch rücksichtslos gegenüber zukünftigen Generationen verhält, vergleichbar Flug-Scham.
0.42
Verzicht auf Flugreisen
3
(0) mehr als eine pro Jahr, (1) eine pro Jahr, (2) eine alle paar Jahre, (3) keine oder seltener als alle 5 Jahre
(0) mehr als eine pro Jahr, (1) eine pro Jahr, (2) eine alle paar Jahre, (3) keine oder seltener als alle 5 Jahre
Fliegen ist für die meisten ein tolles Erlebnis wie das Erleben ferner Orte. Kurzstrecken zu fliegen, sollte zu Recht zu ‘Flug-Scham’ führen - einige Länder planen Inlandflüge komplett zu verbieten.
Das Problem beim Fliegen ist zum einen, dass wir sehr viele Kilometer zurücklegen, auch wenn der Energiebedarf pro Kilometer und Person gar nicht so hoch ist. Zum anderen werden Treibhausgase direkt in die Höhen transportiert, in denen sie uns schaden.
Wir sollten also nur für seltene Fernreisen das Flugzeug nutzen und dafür dann lieber länger an den Orten bleiben. Viele fliegen hingegen mehrmals im Jahr, teilweise innerhalb Europas - manche sogar zu Nachhaltigkeitskonferenzen oder einfach nur, um spontan dem rauen Wetter in Deutschland zu entfliehen. Dummerweise wird Fliegen sogar subventioniert und ist vielfach preiswerter als Bahn oder Auto.
0.83
Müll
Unverpackt kaufen o. Nachfüllpacks
1
(0) nie , (1) manchmal, (2) meistens, (3) immer
(0) nie , (1) manchmal, (2) meistens, (3) immer
Wir sind es gewohnt, dass alles verpackt ist und die Verpackung kümmert uns wenig. Bei einigen Lebensmitteln ist die Verpackung in der Herstellung teurer als der Inhalt. Auf die Verpackung zu achten sendet ein Signal an Hersteller und Handel. Nachfüllpacks sind ebenfalls eine Option.
Bei Lebensmitteln gibt es so genannte Unverpackt-Läden oder wenigstens die Möglichkeit, Pfandbehältnisse (eigener Schritt) oder mitgebrachte Baumwoll-Beutel für loses Gemüse und Obst zu benutzen.
In grundsätzlich allen Märken sollten wir unsere eigenen Taschen dabei haben.
0.65
Müll konsequent trennen
3
(0) gar nicht, (1) häufig, (2) meistens, (3) immer, auch unterwegs
(0) gar nicht, (1) häufig, (2) meistens, (3) immer, auch unterwegs
Müll konsequent zu trennen, inklusive Grünabfall, Glas und Papier, ist gar nicht so selbstverständlich, wie anzunehmen ist. Viele geben sich hier wenig Mühe und wissen auch nicht wirklich, was in welche Tonne gehört.
Aber auch besonderer Müll, wie Batterien, Glühlampen, Elektrogeräte etc. wollen richtig entsorgt werden.
0.65
Recycling-Papier
3
(0) nie, (1) häufig, (2) meistens, (3) immer
(0) nie, (1) häufig, (2) meistens, (3) immer
Nicht recyceltes Papier ist häufig preiswerter, bedeutet aber Abholzen von Wäldern, Belastung von Gewässern bei der Produktion und einen hohen Energiebedarf.
Recycling-Papier für Klopapier, Schreibpapier, Verpackungen, Briefumschläge, Geschenkpapier, usw. sollte heute selbstverständlich sein. Doch wir müssen darauf achten, und es wählen.
Recycling-Papier gibt es auch schneeweiss, aber es sollte dann nicht chlor- sondern sauerstoffgebleicht sein.
1.23
Kompost
1
(0) gar nichts, (1) einiges, (2) das meiste, (3) alles
(0) gar nichts, (1) einiges, (2) das meiste, (3) alles
Das Minimum ist die Nutzung der Komposttonne des Entsorgungsunternehmens. Wer einen Garten hat, sollte den Kompost selbst anlegen und schauen, was alles darauf kann, vom Kaffeefilter über die Schalen von Bioobst und -gemüse bis zu natürlich den Garten’abfällen’.
Essensreste gehören nicht in den Kompost wegen der Gefahr von Ratten. Allerdings gibt es auch hier Möglichkeiten. Zum Beispiel sind Bokashi mit so genannten effektiven Mikroorganismen eine Möglichkeit, den Kompost essigsauer zu fermentieren, damit dieser danach direkt von Kompostwürmern vererdet werden kann. Zur Unterstützung der Mikroorganismen (EM^2) kann noch Pflanzenkohle und Tonmineral zugegeben werden. Die Pflanzenkohle kann übrigens ganz praktisch auch mit Pyrolyse-Kochern aus dem eigenen Baumschnitt aus dem Garten hergestellt werden - eine nette Alternative zum Grillen und ein eigener Punkt in der Liste möglicher Schritte.
So ein Kompost speichert dann viel Kohlenstoff (CO2) und Feuchtigkeit gegen dürre Sommer und sorgt im Garten für hohe Erträge. Tatsächlich sind viele Komposthaufen eher auf eine physikalische Zersetzung und Freisetzung von viel CO2.
0.53
Mehrweg
3
(0) gar nicht, (1) häufig, (2) meistens, (3) immer
(0) gar nicht, (1) häufig, (2) meistens, (3) immer
Nach unverpackt und bei Getränken nach dem Leitungswasser ist das beste, was wir tun können, in Mehrwegbehältern unsere Lebensmittel zu kaufen. (Übrigens gibt es für Büromaterial auch Mehrweg-Versandkisten wie auch bei manch regionalem Lieferdienst). Frage dabei auch, ob die Behälter leer durch ganz Deutschland transportiert werden, oder auch norddeutsches Bier in die leere Flasche bayrischen Biers fließt und umgekehrt. Nächste Frage, was es an Energie kostet, die Behältnisse zu reinigen. Verbundverpackungen oder gut zu recycelnde Dosen sind in manchen Studien die bessere Alternative. Bei solchen Studien muss genau geschaut werden, was da verglichen wird. Letztlich gilt es regional Kreisläufe zu schließen.
Nächste Frage, ob die Behälter aus Glas oder Plastik sein sollen - Glas wird häufiger wiederverwertet, Plastik ist leichter und bedeutet weniger Energie beim Transport.
0.81
Finanzen, Versicherung
Echte Ökobank
2
(0) gar nicht, (1) regional Bank, (2) teilweise echte Ökobank, (3) vollständiger Wechsel zur Ökobank
(0) gar nicht, (1) regional Bank, (2) teilweise echte Ökobank, (3) vollständiger Wechsel zur Ökobank
Im Grunde gibt es drei Arten von Banken - die preiswerten Online-Banken mit tollen Konditionen, die lokalen Sparkassen und Genossenschaftsbanken oder Zweigstellen der Großbanken, und ein paar ganz wenige echte Ökobanken (GLS Bank, Triodos, ….). Die Sparzinsen von Ökobanken sind dabei ganz ordentlich, während die kurzfristigen Zinsen und Gebühren weniger attraktiv sind. Dafür aber werden eben nicht ohne Rücksicht auf ethische und ökologische Maßstäbe alle möglichen Dinge finanziert. Selbst die lokalen Banken haben hier die maximale Rendite im Fokus.
Global spielt Green Finance bereits eine riesige Rolle. Investoren achten auf ethische Maßstäbe und üben so Druck auf die Industrie aus, sich an Standards zu halten oder sogar Vorreiter zu werden.
3.20
Soziales
Handwerk aus der Region
3
(0) gar nicht, (1) manchmal, (2) meistens, (3) immer
(0) gar nicht, (1) manchmal, (2) meistens, (3) immer
Hier geht es um Leben und Arbeiten in der Region, um die Stärkung der Community. Das Vogelhaus von einer Sozialwerkstatt oder die PV-Anlage vom Elektriker vor Ort (sofern dieser sich weitergebildet hat).
1.06
Fair-Trade Produkte
1
(0) gar nicht, (1) häufig, (2) meistens, (3) immer, auch unterwegs
(0) gar nicht, (1) häufig, (2) meistens, (3) immer, auch unterwegs
Bei Fair-Trade denken wir meist an das gleichnamige Label - welches mittlerweile auch nicht mehr im Verruf steht. Aber es gibt auch andere Label - manche eher Greenwashing, manche durchaus bemüht, es besser zu machen. Fair ist nicht immer gleich mit bio zu setzen und bio nicht immer fair (manche Label kombinieren aber beides).
Die Bedeutung ist immens: faire Arbeitsbedingungen in der Welt sorgen für weniger Migration, mehr Klimaschutz und eine friedlichere Welt.
Extrem bemerkenswert ist der Hintergrund bei Schokolade und dem Zusammenhang zwischen Kindersklaverei (!) und den gängigen Produkten von Nutella über Kinderschokolade bis zum Mars-Riegel: https://www.aktiv-gegen-kinderarbeit.de/2020/07/fuer-unsere-schokolade-werden-kinder-in-westafrika-entfuehrt/
3.20
Faire Löhne
3
(0) kümmert mich gar nicht, (1) achte teilweise darauf, (2) engagiere mich, (3) achte immer darauf
(0) kümmert mich gar nicht, (1) achte teilweise darauf, (2) engagiere mich, (3) achte immer darauf
Viele Personen, die über dem Durchschnitt verdienen, können dies nur, weil andere unter dem Durchschnitt verdienen. Die Kluft zwischen Arm und Reich wird immer größer. Über Billiglöhne schimpfen die Verbraucher*Innen, die Preisanhebung um 50 Cent wird aber selten akzeptiert.
Was wir verdienen ist dabei nicht, wie Liberale oder Neoliberale gern meinen, allein eine Frage des Fleißes. Es ist das Produkt (!) aus Fleiß, Können und den richtigen Rahmenbedingungen. Wer viele begabte und fleißige Menschen kennt, die einfach kein Glück haben, entwickelt Empathie und ist bereit, mehr zu zahlen, und sei es über Trinkgelder.
Trinkgelder sind oftmals eine entscheidende Einnahmequelle.
0.74
ehrenamtliches Engagement
3
(0) gar nicht, (1) manchmal, (2) viel, (3) maximal
(0) gar nicht, (1) manchmal, (2) viel, (3) maximal
Ehrenamt, ob nun bei der Feuerwehr, im Sportverein oder die Hilfe in der Nachbarschaft, ist für das Miteinander und die Gesellschaft enorm wichtig. Auch im Ulrlaub gibt es vielleicht die Möglichkeit sich für Soziales oder Umwelt zu engagieren.
0.74
Spenden
1
(0) gar nicht, (1) manchmal, (2) oft, (3) regelmäßig und gekoppelt an das eigene Einkommen
(0) gar nicht, (1) manchmal, (2) oft, (3) regelmäßig und gekoppelt an das eigene Einkommen
Vieles, was wir uns leisten, leisten wir uns, weil es andere auch tun. Was wir dann haben und tun geht über das, was wir zum Glücklich-sein benötigen, deutlich hinaus.
Von daher ist jeder gespendete Euro auf unsere Seite erst einmal Konsumverzicht. Ob das gespendete Geld nun einfach an anderer Stelle zu Konsum führt, kann gern hinterfragt werden. Was macht die Jugendfeuerwehr mit den Spenden, was Greenpeace, was Plan-Deutschland, was die Riff-Reporter, usw.? Ein nützlicher Blinkwinkel ist hier so genannte Quellen und Senken zu betrachten. Der Kasten Bier ist erst einmal weg, eine Senke. Wenn er aber dazu führt, dass mehr sich in der Jugendfeuerwehr engagieren wollen, ist es eine Quelle für mehr Gutes.
Viele Spenden sind aber auch zu hinterfragen - etwa wenn es um die Skandale hinter den Kleiderspenden geht oder manch Organisation das meiste Geld für Verwaltung ausgibt. Mit etwas Recherche und unter Beachtung von Spendensiegeln finden wir aber tolle Möglichkeiten.
Beliebt übrigens auch, der eigenen Familie keine Sachgeschenke zu machen, sondern ganz konkrete Spenden wie Hygiene-Artikel oder Ziegen in sich entwickelnden Ländern. Unter anderem Plan-Deutschland bietet das an. Wenn dann die eigenen Kids stolz darauf sind, selbst nicht noch mehr Zeuchs zu kriegen, sondern den Freunden sagen zu können, was sie Gutes in der Welt mit ihrem Weihnachtsgeschenk gemacht haben, dann sind wir schon in einer besseren Welt.
Messlatte für die Spendenbereitschaft kann der eigene Wohlstand sein, den der verlinkte Online-Rechner vorrechnet. Wer mehr als sein Umfeld hat, sollte unbedingt überlegen, mehr zu spenden.
8.00
Kleidung
Auftragen, Second Hand
2
(0) gar nicht, (1) hin und wieder, (2) häufig, (3) grundsätzlich
(0) gar nicht, (1) hin und wieder, (2) häufig, (3) grundsätzlich
Viele erfreuen sich der Abwechslung durch neue Kleidungsstücke oder wachsen einfach nur schnell. Wer Kleidung nur kurz trägt, sollte Second Kleidung probieren und wenigstens seine nicht mehr getragenen Kleidungsstücke verkaufen oder einem Sozialladen spenden. Andere tragen ohne Anspruch auf Abwechslung wenige Kleidungsstücke, bis sie auseinander fallen. Das geht natürlich am besten mit höherwertigen Kleidungsstücken.
2.18
Bio-Baumwolle/Leinen/Hanf/Holzfaser/ zertifizierte Schurwolle
3
(0) gar nicht, (1) manches, (2) vieles, (3) alles
(0) gar nicht, (1) manches, (2) vieles, (3) alles
Global ist konventionelle Baumwolle ein Umweltproblem wegen des Einsatzes von Spritzmitteln und des hohen Wasserverbrauchs. Dazu kommt, dass die Textilfabriken beim konventionellen Färben ganze Flüsse vergiften und Menschen ausbeuten.
Neben ökologischer Baumwolle gibt es noch andere Naturfasern mit teilweise wesentlich geringerem Schaden für die Umwelt.
Bei Schurwolle ist auf die Zertifizierung zu achten, die Tierleid ausschließt.
Übrigens gibt es mittlerweile auch Outdoor-Kleidung aus dichtgewebter Biobaumwolle als Alternative zu den Kunststofffasern. Kunststofffasern lassen beim Waschen auch immer Mikroplastik in die Abwässer gelangen und Mikroplastik in der Umwelt führt möglicherweise zu multiresistenten Superkeimen - eine lange Geschichte.
Bei den Punkten für Kleidung könnt ihr, wenn ihr keine konventionelle Baumwolle kauft, sondern mal Recycling- und mal Bio-Baumwolle wählt, euch bei beiden volle 3 Punkte geben.
Bio geht übrigens auch bei Gardinen, Tischdecken und Bettwäsche!!!
1.69
Recycling Baumwolle
1
(0) gar nicht, (1) manches, (2) vieles, (3) grundsätzlich
(0) gar nicht, (1) manches, (2) vieles, (3) grundsätzlich
Sogar große, konventionelle Kleidungsgeschäfte nehmen teilweise alte Kleidung zurück und versprechen, daraus neue Garne zu produzieren. Häufig ist dabei das Problem die Qualität der kurzlebigen Kleidung, die sich dann schwer recyceln lässt und doch wieder in der Müllverbrennungsanlage oder auf der Halde in sich entwickelnden Ländern landet.
Bei den Punkten für Kleidung könnt ihr, wenn ihr keine konventionelle Baumwolle kauft, sondern mal Recycling- und mal Bio-Baumwolle wählt, euch bei beiden volle 3 Punkte geben.
1.61
Recycelte Kunstfasern ohne giftige Imprägnierung
0
(0) gar nicht, (1) manches, (2) vieles, (3) grundsätzlich
(0) gar nicht, (1) manches, (2) vieles, (3) grundsätzlich
Insbesondere die Hersteller von Outdoor-Kleidung nutzen mittlerweile recycelte PET-Flaschen für ihre Garne und sie verzichten auch auf die schlimmsten Chemikalien, wie z.B. PFCs. Dennoch ist immer die Frage, ob wir im Alltag Kleidung anziehen müssen, die für den Himalaya konzipiert ist. Denn Kunstfasern auch vom Kunststoff-Fliespullover geben Mikroplastik an das Abwasser ab. Manche nutzen einen Waschbeutel, der diese Kunststofffaser-Reste auffangen soll.
Die drei Punkte gelten natürlich nur für Kleidung, die nicht mit Bio-Naturfasern hergestellt wird, wie etwa Badehosen oder Trekking-Sandalen.
0.57
Verzicht auf Leder
1
(0) gar nicht, (1) manchmal, (2) häufig, (3) grundsätzlich
(0) gar nicht, (1) manchmal, (2) häufig, (3) grundsätzlich
Vegane Schuhe und Gürtel sind gar nicht mehr von ihren Leder-Varianten zu unterscheiden. Und wer achtet bei seinen Lederwaren schon darauf, dass die Gerbverfahren nicht Schwermetalle in die Umwelt gelangen lassen bzw. das Leder entsprechend zertifiziert ist?
Aufpassen sollten wir bei manchen Kunststoffen, wie z.B. PVC mit Weichmachern, die dann ebenfalls nicht gut für die Umwelt sind.
0.59
Körperpflege
Naturkosmetik
3
(0) gar nicht, (1) manchmal, (2) häufig, (3) grundsätzlich
(0) gar nicht, (1) manchmal, (2) häufig, (3) grundsätzlich
Alle großen Drogerie-Discounter haben mittlerweile in allen Bereichen Naturkosmetik - vom Deo über den Lippenstift bis zur Sonnencreme (wobei nachhaltige Sonnencremes eine echte Herausforderung sind, wie Tests immer wieder belegen).
Zum einen ist Naturkosmetik in der Regel gesünder, und zum anderen gelangen keine nicht-abbaubaren Stoffe in die Umwelt und wurden keine Tiere gequält, um die Wirkungen zu testen.
0.44
Reinigungsprodukte
Bio-Reinigungsmittel
3
(0) gar nicht, (1) manchmal, (2) häufig, (3) grundsätzlich
(0) gar nicht, (1) manchmal, (2) häufig, (3) grundsätzlich
Bio-Reinigungsmittel finden sich in allen Super- und Drogeriemärkten. Wesentliche Merkmale sind die biologische Abbaubarkeit und natürlich die pflanzlichen Rohstoffe als Alternative zu erdölbasierten Rohstoffen.
Auch wenn konventionelle Reinigungsmittel als unbedenklich eingestuft werden, sind Bio-Reinigungsmittel mit Sicherheit unbedenklicher.
Wenn ihr mit Camper oder Boot unterwegs seid, könnte das relevant sein.
0.44
Sonstiger Konsum
Verzicht auf Gadgets (Roboter, elektr. Kinderspielzeug...)
3
(0) gar nicht, (1) manchmal, (2) häufig, (3) grundsätzlich
(0) gar nicht, (1) manchmal, (2) häufig, (3) grundsätzlich
Was Neues zu haben, macht glücklich. Immer mehr werden uns technische Produkte angeboten, vom blinkenden Kinderschuh über billige E-Scooter bis hin zum Grill mit eingebautem Lüfter. Hier zu überlegen, ob es auch ohne geht und wie lang die Geräte wohl halten werden und was die Entsorgung von solchem Elektroschrott bedeutet, emanzipiert uns von den Konsumfallen.
0.65
Gebrauchte, lang genutzte Geräte
3
(0) gar nicht, (1) manchmal, (2) häufig, (3) grundsätzlich
(0) gar nicht, (1) manchmal, (2) häufig, (3) grundsätzlich
Viele Geräte, von Staubsaugern über Akku-Schrauber bis hin zu Fernsehern, sind heute erstaunlich günstig. Wenn Sie sich auf hochwertige Geräte verlassen, die lange halten, oder sogar gebrauchte Geräte kaufen, sparen Sie Rohstoffe und Energie. Halten Sie Ausschau nach generalüberholten Produkten. Seien Sie im Urlaub stolz darauf, dass Sie nicht die neuesten Gadgets benötigen.
1.30
Reparieren statt Neukauf
3
(0) gar nicht, (1) manchmal, (2) häufig, (3) grundsätzlich
(0) gar nicht, (1) manchmal, (2) häufig, (3) grundsätzlich
Auch im Urlaub können wir in Betracht ziehen, Dinge wie Kleidung oder Spielzeug zu reparieren, anstatt neue Sachen zu kaufen.
0.65
Verzicht auf Feuerwerk und Böller
3
(0) gar nicht, (1) manchmal, (2) häufig, (3) grundsätzlich
(0) gar nicht, (1) manchmal, (2) häufig, (3) grundsätzlich
Böller und Feuerwerk sind in jeder Hinsicht ein Problem: für die Tierwelt, die Umwelt und die Menschen, die diese herstellen. Die Feinstaubbelastung ist horrend. Und das alles nur, weil sich Menschen hierüber Aufmerksamkeit und Bewunderung erhoffen.
0.25
nicht-nachhaltige Hobbies
3
(0) habe welche, (1) sehr selten, (2) gestalte diese umweltfreundlich, (3) habe keine,
(0) habe welche, (1) sehr selten, (2) gestalte diese umweltfreundlich, (3) habe keine,
Gemeint sind hier nicht die Skaterbahn oder der Kunstrasen-Sportplatz, sondern Motorsport, Ski-Fahren auf künstlich beschneiten Pisten, Kiten in Vogelschutzgebieten, Segelboote mit Bioziden am Unterwasserschiff, Golfen mit hohem Wasser- und Pestizid-Einsatz, Quad-Fahrten in die Natur, Fallschirmspringen, u.ä.. Natürlich machen diese Hobbies Spaß, weshalb es belohnt wird, wenn wir hier aktiv die umweltfreundlicheren Alternativen wählen und so ein Umdenken auch bei anderen erreichen.
1.00