Energie
Energiespar-Geräte
2
(0) veraltete Geräte, (1) mit altem Energiesparsiegel, (2) mit bis vor kurzem aktuellen und (3) mit aktuellstem Bestwert
(0) veraltete Geräte, (1) mit altem Energiesparsiegel, (2) mit bis vor kurzem aktuellen und (3) mit aktuellstem Bestwert
Es ist immer ein Abwägen, ob die Weiternutzung eines älteren Gerätes nicht weniger Energie oder Wasser benötigt als die Produktion eines neuen, energie-effizienten Gerätes. Betrachtet werden muss daher der Energiebedarf entlang des gesamten Produktlebenszykluses (von der Produktion über die Nutzung bis zur Entsorgung). Unternehmen brauchen hier die Kompetenz, den richtigen Zeitpunkt für eine Neuanschaffung von Geräten abzuwägen, aber auch die Entschlossenheit, dann die nachhaltigsten und nicht nur preiswertesten Geräte anzuschaffen.
In der Schule geht es um Geräte wie Kopierer, Kühlschrank im Lehrerzimmer, Schulkiosk, Schulküche, Drucker, Computer usw..
0.23
LED Beleuchtung
1
(0) für gar keine, (1) für ältere Energiesparlampen, (2) für weitestgehend LED, (3) für komplette LED Beleuchtung
(0) für gar keine, (1) für ältere Energiesparlampen, (2) für weitestgehend LED, (3) für komplette LED Beleuchtung
LED ‘Birnen’ gibt es mittlerweile für wirklich alle Lampen, auch mit angenehm warmen Lichtfarben.
0.23
Vermeidung von StandBy Zeiten
2
(0) gar nicht, (1) bei einigen Geräten, (2) bei den meisten, (3) bei allen
(0) gar nicht, (1) bei einigen Geräten, (2) bei den meisten, (3) bei allen
Standby Stromverbräuche werden gern angemahnt und hochgerechnet. Wenn ein Fernseher beispielsweise 5 Watt im Standby verbraucht, sind das auf den Tag gerechnet 120 Wattstunden (Wh), also ca. eine Achtel Kilowattstunde, die etwa 35 Cent kostet. Schulen können recht einfach selbst berechnen, welches Einsparpotential all ihre Computer, Kopierer und Interaktive Tafeln etc. bei Verzicht auf StandBy haben.
0.16
Licht unnötig brennen lassen
2
(0) passiert ständig, (1) passiert häufig, (2) passiert selten, (3) passiert nie
(0) passiert ständig, (1) passiert häufig, (2) passiert selten, (3) passiert nie
Moderne Lampen benötigen wenig Strom, und doch lohnt es sich in der Summe, diese nicht unnötig brennen zu lasen, etwa wenn wir länger nicht im Raum sind. Flure, WC-Räume, Keller haben häufig unnötig das Licht brennen. Auch Schulen haben in einigen Bereichen teilweise zu lang bzw. zu früh das Licht an.
0.08
Kompensation von THG Emissionen
1
(0) gar nicht, (1) nur bei Flugreisen, (2) auch bei mehr und (3) bei allem
(0) gar nicht, (1) nur bei Flugreisen, (2) auch bei mehr und (3) bei allem
Die Kompensation von Treibhausgas-Emissionen ist sehr umstritten. Jemand fliegt, fährt Auto oder veranstaltet ein Grillfest und spendet für die damit verbundenen Treibhausgas-Emissionen einen Betrag an einen Dienstleister, der Projekte zur Treibhausgaseinsparung / -bindung (z.B. über Waldaufforstung) verspricht. Leider erweisen sich dabei viele Anbieter als fadenscheinig, weil sie versprochene Wirkung gar nicht erzielen. Es sollten also lediglich seriöse Anbieter unterstützt werden. Zudem sollte die Kompensation nicht als Freifahrtschein missverstanden werden. Es gilt daher, Emissionen weitestgehend zu vermeiden und lediglich für den Rest zu kompensieren (siehe auch den Punkt Spenden). Denkbar auch, dass die Schule selbst einen Schulwald oder eine Streuobstwiese bepflanzt. Gemeinden müssen für Neubaugebiete meist Ausgleichsflächen schaffen. Da könnten dann die Schulen in tollen Aktionen Bäume pflanzen. Wichtig ist der Hinweis, dass Kompensationen eben nicht - wie von manchen völlig falsch behauptet - die weitere Nutzung von fossilen Energieträgern ermöglichen. Es geht nur um die Kompensation nicht-vermeidbarer Emissionen.
0.42
Wohnen, Gebäude
Abgesenkte Gebäudetemperatur (ohne Schimmel)
1
(0) über 20 Grad, (1) 19-20, (2) 18, (3) 17
(0) über 20 Grad, (1) 19-20, (2) 18, (3) 17
In den meisten Klassenzimmern ist es im Winter zu warm - manche laufen im T-Shirt herum anstatt dicke Pullover oder eine Strickjacke anzuziehen. Das Energiesparpotential ist dabei erheblich.
0.55
Verzicht auf Klimaanlagen
1
(0) gar nicht, (1) weniger als 50%, (2) mehr als 50%, (3) 100% der Gebäude
(0) gar nicht, (1) weniger als 50%, (2) mehr als 50%, (3) 100% der Gebäude
Klimaanlagen gewinnen auch in unseren Breitengraden an Bedeutung. Intelligentes Bauen und Lüften und die Verwendung von Wärmeschutz-Rollos kann diese Stromfresser vermeiden.
0.39
Intelligentes Lüften
2
(0) gar nicht, (1) weniger als 50%, (2) mehr als 50%, (3) 100% der Male in der Heizperiode
(0) gar nicht, (1) weniger als 50%, (2) mehr als 50%, (3) 100% der Male in der Heizperiode
Intelligentes Lüften meint nicht zu spät und nicht zu lang. Zu spät ist es, wenn wir bei verbrauchter Luft müde werden, Kopfschmerzen bekommen und die Luftfeuchtigkeit zu hoch wird. Zu lang ist es, wenn die Luft bereits ausgetauscht wurde und kühl ist, aber wir noch länger lüften auch die Materialien (Wände, Möbel) auskühlen.
Wärme bedeutet letztlich, dass Dinge oder Luft schwingen. Wenn die Luft ausgetauscht ist, aber die Gegenstände und Wände noch schwingen, wird die frische Luft schnell erwärmt. Wenn auch die Wände kalt werden, kann sich an ihnen Schimmel bilden und wir benötigen teure Heizenergie, um alles wieder ins Schwingen zu bringen.
CO2 Messgeräte helfen übrigens rechtzeitig und nicht zu lang zu lüften. Diese sollten aber kein unnützes Gadget sein, sondern vielleicht zum Üben nacheinander in den Räumen eingesetzt und gern auch verliehen werden. Ein nettes Spiel ist der Wettbewerb, wie gut das Gespür der Menschen im Raum ist, rechtzeitig und nicht zu lang zu lüften.
Besonders Schulen haben ein Potential die Türen im Eingangsbereich nicht zu weit und nicht zu lange geöffnet zu halten.
0.23
Ernährung
Vegetarische Tage
1
(0) keiner pro Woche, (1) 1-3, (2) 4-6, (3) 7 Tage in der Woche
(0) keiner pro Woche, (1) 1-3, (2) 4-6, (3) 7 Tage in der Woche
Anders als bei der veganen Ernährung können bei vegetarischer Ernährung auch Milch, Käse oder Eier dabei sein. Vegetarische Tage sind gesund, bedeuten weniger Tierhaltung und damit weniger Verbrauch von Flächen und Wasser.
Wir Deutschen konsumieren mehr als das dreifache an tierischen Produkten was laut EAT-Lancet Commission gesund für uns und den Planeten wäre.
Kantinen und Kioske aber auch Schulfeste sollten vegane Alternativen anbieten, gern auch über die Vorteile aufklären und im Dialog mit den Mitarbeiter*innen herausfinden, was gut ankommt, und was nicht. Eine regelrechte Bevormundung wird nicht klappen - eher das Gefühl von Stolz, etwas zumindest schon einmal teilweise besser zu machen.
3.01
Hülsenfrüchte
1
(0) gar nicht, (1) weniger als 50%, (2) mehr als 50%, (3) 100% der sonst meist Getreideprodukte
(0) gar nicht, (1) weniger als 50%, (2) mehr als 50%, (3) 100% der sonst meist Getreideprodukte
Hülsenfrüchte sind nicht nur eine alternative pflanzliche Eiweisquelle zu tierischen Produkten, sondern extrem wichtig für die Welternährung. Sie binden Stickstoff aus der Luft im Boden und können im Bioanbau genauso hohe Erträge erzielen, wie in der industriellen Landwirtschaft. Wir müssen also weniger Wälder abholzen.
Außerdem sind Hülsenfrüchte gesünder als Getreide. Harari beschreibt in Sapiens, wie wir vermutlich viel älter werden könnten, würden wir nicht so viel Getreideprodukte essen.
Schließlich sind Hülsenfrüchte wichtig für die Bienen und die Artenvielfalt. Lupine z.B. wächst auch in Norddeutschland und kann für Fleischersatz, Joghurt, Kaffee-Ersatz, Eis oder sogar Nudeln genutzt werden.
0.42
Leitungswasser
2
(0) gar nicht, (1) weniger als 50%, (2) mehr als 50%, (3) 100% anstelle von gekauftem Mineralwasser oder Softdrinks
(0) gar nicht, (1) weniger als 50%, (2) mehr als 50%, (3) 100% anstelle von gekauftem Mineralwasser oder Softdrinks
Leitungswasser ist erfreulicherweise längst ein Trend. An Schulen gibt es Trinkwasserspender und die Schüler*innen haben ihre Trinkflaschen dabei, und zu Workshops bringen Manager ebenfalls ihre Trinkflaschen mit. Viele Kinder werden gar nicht erst an die ungesunden Zuckergetränke gewöhnt.
Leitungswasser ist strenger kontrolliert als abgefüllte Getränke und spart eine Menge Energie und Verpackung.
Schulen können Wasserspender aufstellen - ggf. auch mit Filtern arbeiten, etwa um Chlorgerüche zu entfernen.
1.30
Vermeidung von Lebensmittelverschwendung
1
(0) gar nicht, (1) weniger als 50%, (2) mehr als 50%, (3) 100% der wegzuschmeißenden Lebensmittel rette oder vermeide ich
(0) gar nicht, (1) weniger als 50%, (2) mehr als 50%, (3) 100% der wegzuschmeißenden Lebensmittel rette oder vermeide ich
Lebensmittel werden vom Acker angefangen über die Fabriken und Transportwege bis hin zum Wegwerfen durch uns, die Restaurants und die Supermärkte verschwendet. Das bedeutet letztlich, dass mehr Flächen für den Anbau benötigt werden und damit Wälder abgeholzt werden und mit Spritzmitteln und Dünger die Biodiversität gefährdet wird.
Wir können gezielter einkaufen, Waren nicht nur wegen des Mindesthaltbarkeitsdatums wegwerfen, Lebensmittel im Haushalt retten (z.B. Bananen einfrieren oder haltbare Aufstriche und Suppen aus übrig gebliebenen Gemüse selbst machen), gezielt gerettete Lebensmittel (z.B. zu kleine oder schrumpelige Waren) retten und an vielen Orten auch übrig gebliebene Lebensmittel spenden, z.B. an die Tafeln.
Kantinen und Kioske und auch Veranstaltungen können vorab die Nachfrage abfragen und so ein Wegschmeißen von Lebensmitteln verhindern. Auch kann bewusst am nächsten Tag ein Gericht angeboten werden, das die Verwertung der Reste vom Vortag anpreist.
0.83
Mobilität
Verzicht auf Flugreisen
3
(0) mehr als eine pro Jahr, (1) eine pro Jahr, (2) eine alle paar Jahre, (3) keine oder seltener als alle 5 Jahre
(0) mehr als eine pro Jahr, (1) eine pro Jahr, (2) eine alle paar Jahre, (3) keine oder seltener als alle 5 Jahre
Fliegen ist für die meisten ein tolles Erlebnis wie das Erleben ferner Orte. Kurzstrecken zu fliegen, sollte zu Recht zu ‘Flug-Scham’ führen - einige Länder planen Inlandflüge komplett zu verbieten.
Das Problem beim Fliegen ist zum einen, dass wir sehr viele Kilometer zurücklegen, auch wenn der Energiebedarf pro Kilometer und Person gar nicht so hoch ist. Zum anderen werden Treibhausgase direkt in die Höhen transportiert, in denen sie uns schaden.
Wir sollten also nur für seltene Fernreisen das Flugzeug nutzen und dafür dann lieber länger an den Orten bleiben. Dummerweise wird Fliegen sogar subventioniert und ist vielfach preiswerter als Bahn oder Auto. Dennoch sollten Klassenfahrten auf Flugreisen verzichten.
1.30
Fahrradunterstände
1
(0) gar nicht, (1) für weniger als 50%, (2) für mehr als 50%, (3) alle können ihre Fahrräder unterstellen
(0) gar nicht, (1) für weniger als 50%, (2) für mehr als 50%, (3) alle können ihre Fahrräder unterstellen
Was in manchen Ländern und Städten unlängst Erfolgsmodell ist, ist in Deutschland noch ein Problem: den Radfahrern Vorrang vor dem Autoverkehr zu geben. Dabei ist die Bereitschaft Fahrrad zu fahren, auch bei schlechtem Wetter, so hoch wie noch nie. E-Lastenfahrräder machen es möglich, auch zumindest auf den Zweitwagen zu verzichten. Eine Schule kann mit einem Fahrradunterstand mit Lademöglichkeit viel tun. Wenn Lehrkräfte oder Eltern Sorgen wegen Diebstahl von E-Fahrrädern haben, können Schulen auch hierfür Ideen entwickeln.
2.60
Fahrrad statt Auto
1
(0) gar nicht, (1) weniger als 50%, (2) mehr als 50%, (3) immer
(0) gar nicht, (1) weniger als 50%, (2) mehr als 50%, (3) immer
Keine Frage - das Auto stehen zu lassen und das Fahrrad zu nehmen ist ein stolzes Gefühl und gesund. Wer sich nicht auspowern mag (etwa auf dem Weg zur Arbeit), kann ein E-Bike erwägen. Wer viel zu transportieren hat, ein Lastenfahrrad. Häufig können wir uns auch mit anderen ein Lastenfahrrad teilen. Und wer schlechtes Wetter scheut, findet heute tolle Fahrradkleidung, die das Argument komplett entkräftet. Hier können Schulen ihre Lehrer*innen fördern.
0.55
Müll
Müll konsequent trennen
2
(0) gar nicht, (1) häufig, (2) meistens, (3) immer
(0) gar nicht, (1) häufig, (2) meistens, (3) immer
Müll konsequent zu trennen, inklusive Grünabfall, Glas und Papier, ist gar nicht so selbstverständlich, wie anzunehmen ist. Viele geben sich hier wenig Mühe und wissen auch nicht wirklich, was in welche Tonne gehört. Die Restmülltonne kostet auch dem Schulträger viel Geld, während die Wertstoff- und Grünabfalltonne kostenlos sind.
Schulen sollten in den Klassenzimmern aber auch auf den Gängen und dem Schulhof Trennbehälter aufstellen. Meist ist das Argument, dass die Reinigungskräfte nur einen Müllbeutel zur Verfügung und keine Zeit haben. Das ist definitiv zu lösen. Das zweite Argument ist, dass die Schüler*innen nicht richtig trennen. Hier können z.B. wöchentliche ‘Umweltdienste’ für die Trennung verantwortlich gemacht werden, was sicherlich über kurz oder lang zur Einsicht bei allen führt.
0.65
Papierloses Büro/ Medien
1
(0) gar nicht, (1) manches, (2) das meiste, (3) alles nur noch digital.
(0) gar nicht, (1) manches, (2) das meiste, (3) alles nur noch digital.
Papier zu sparen hilft Wälder zu schützen - auch das Recycling Papier bedeutet letztlich mehr Nachfrage dann auch nach frischem Zellstoff aus Bäumen.
Vieles brauchen wir gar nicht erst auszudrucken, sondern können es auf Geräten, die wir eh schon haben, speichern. Für interne Prozesse aber auch für den Dialog mit den Schüler*innen sollten sich digitale Formen immer weiter durchsetzen.
Einerseits. Andererseits gehen aktuell die Studien auseinander, ob eine vollständige Digitalisierung des Unterrichts bzw. seiner Materialien zu besseren Leistungen führt.
0.61
Mehrweg in Kantine und Kiosk
1
(0) gar nicht, (1) häufig, (2) meistens, (3) immer
(0) gar nicht, (1) häufig, (2) meistens, (3) immer
Nach unverpackt und bei Getränken nach dem Leitungswasser ist das beste, was wir tun können, in Mehrwegbehältern unsere Lebensmittel zu kaufen. (Übrigens gibt es für Büromaterial auch Mehrweg-Versandkisten wie auch bei manch regionalem Lieferdienst). Frage dabei auch, ob die Behälter leer durch ganz Deutschland transportiert werden, oder auch norddeutsches Bier in die leere Flasche bayrischen Biers fließt und umgekehrt. Nächste Frage, was es an Energie kostet, die Behältnisse zu reinigen. Verbundverpackungen oder gut zu recycelnde Dosen sind in manchen Studien die bessere Alternative. Bei solchen Studien muss genau geschaut werden, was da verglichen wird. Letztlich gilt es regional Kreisläufe zu schließen.
Nächste Frage, ob die Behälter aus Glas oder Plastik sein sollen - Glas wird häufiger wiederverwertet, Plastik ist leichter und bedeutet weniger Energie beim Transport.
Wenn Schulen beliefert werden, sollte auf jeden Fall geprüft werden, was alles in Pfandbehältern transportiert werden kann.
0.81
Müllsammel-Aktionen
1
(0) gar nicht, (1) einige, (2) viele, (3) systematisch über das ganze Jahr
(0) gar nicht, (1) einige, (2) viele, (3) systematisch über das ganze Jahr
Müllsammeln als Event auch für die Vereine mit anschließendem Zusammenkommen, ggf. gesponsert von der lokalen Wirtschaft, hilft die Natur sauber zu bekommen und das Bewusstsein zu schärfen. Schulen können Veranstalter sein oder als Team mitmachen. So eine Aktion kann sehr attraktiv verpackt werden - etwa mit anschließender, gesponserter Party.
Ein Trend ist das so genannte “Plogging” als Kombination aus Joggen und Müllsammeln.
0.65
Flächennutzung
Vermeidung von Flächenversiegelung
1
(0) keine Rücksicht, (1) einige (2) die meisten, (3) alle möglichen Flächen
(0) keine Rücksicht, (1) einige (2) die meisten, (3) alle möglichen Flächen
Flächenversiegelung ist nicht nur in wachsenden Zivilisationen, sondern auch in Deutschland ein Problem. Wir leben auf zu viel Wohnfläche, bauen immer noch neue Straßen und Hofeinfahrten und auch unsere Terrassen werden immer größer.
Hier gezielt auf Fläche zu verzichten, in die Höhe zu bauen, wasserdurchlässige Pflasterung, Gründächer (eigener Punkt) und unter Abwägung aller Vor- und Nachteile das eigne Haus in die Höhe zu erweitern, um mehr Menschen auf der gleichen versiegelten Fläche das Wohnen zu ermöglichen, sind wertvolle Schritte. Übrigens ist ein englischer Rasen ökologisch wenig wertvoll, verglichen etwa mit einer Blumen- oder Kleewiese oder einem Gemüsegarten.
Schulen können systematisch schauen, welche Flächen nicht versiegelt sein müssen und vielleicht mit Blumenwiesen versehen werden können.
0.83
Renaturierung
1
(0) gar nicht, (1) manches, (2) das meiste, (3) alles
(0) gar nicht, (1) manches, (2) das meiste, (3) alles
In vielen Orten sind Moore, Bachläufe, etc. mit der Besiedlung und der Intensivierung der Landwirtschaft verloren gegangen. Diese zu renaturieren, bedeutet häufig einen enormen Gewinn für Biodiversität, Klima- und auch Hochwasserschutz. Schulen können auf den eigenen Flächen schauen, ob etwas zu renaturieren ist, oder sich als Schulklasse oder AG oder als Paten tatkräftig und lehrreich an Projekten beteiligen.
1.04
Insektenhotels, Vogelhäuser, Feldermauskästen, ...
1
(0) gar nicht, (1) einige, (2) viele, (3) maximal
(0) gar nicht, (1) einige, (2) viele, (3) maximal
Insektenhotels oder einfach nur alte, höhere Baumstümpfe und Totholz auf dem Boden, Nistkästen und wenn sinnvoll auch Fledermauskästen sind tolle Möglichkeiten, die Biodiversität im eigenen Umfeld zu maximieren. Hier können auch Schulklassen mitwirken.
0.48
Soziales
Förderung aktiver politischer Beteiligung
2
(0) kein Fokus, (1) ermutigen die SuS, (2) Schülerparlament Schule o. Gemeinde, (3) Schülerparlament Schule u. Gemeinde
(0) kein Fokus, (1) ermutigen die SuS, (2) Schülerparlament Schule o. Gemeinde, (3) Schülerparlament Schule u. Gemeinde
Dieser Schritt ist Schulen auf dem ersten Blick verwehrt - sie müssen politisch neutral bleiben und können eigentlich nur Schüler*innen indirekt motivieren, mitzumachen, und tolerieren, wenn diese an Demonstrationen und nicht am Unterricht teilnehmen.
0.96
Bürger*innen Begegnung (Veranstaltungen)
1
(0) gar nichts, (1) fördern einiges, (2) fördern viel, (3) maximal jeweils gemessen an dem, was grundsätzlich denkbar ist.
(0) gar nichts, (1) fördern einiges, (2) fördern viel, (3) maximal jeweils gemessen an dem, was grundsätzlich denkbar ist.
Schulen können Nachhaltigkeitstage, Flohmärkte, Kleiderbasare, Food-Festivals, Repair-Cafes etc. für das Zusammenkommen der Bürger*innen anbieten.
0.12
Fürsorge Flüchtlinge
1
(0) gar nicht, (1) fördern einiges, (2) fördern viel, (3) maximal jeweils gemessen an dem, was grundsätzlich denkbar ist.
(0) gar nicht, (1) fördern einiges, (2) fördern viel, (3) maximal jeweils gemessen an dem, was grundsätzlich denkbar ist.
Die Gesellschaften müssen Flüchtlinge aufnehmen - egal, wie viele es werden. Davon zu unterscheiden ist die Zahl derer, die wir auch in unsere Gesellschaft dauerhaft integrieren können und mit Blick auf unsere Wirtschaft und Altersvorsorge bzw. den demographischen Wandel auch müssen. Eine Kommune sollte aktiv vorweg gehen und Flüchtlingen helfen, sie aufnehmen und auch die Bürger*innen einladen zu helfen, zu spenden und den Menschen zu begegnen. Flüchtlinge können dabei dann auch helfen, Flüchtlingen zu helfen. Sprachlich ist manchmal Englisch der kleinste gemeinsame Nenner, der auch in Unternehmen gewählt werden kann. Soweit legal, sollten wir diesen Menschen also helfen.
Schulen tun hier in der Regel schon viel - integrieren Flüchtlingskinder und bieten zusätzliche Sprachkurse. Im Detail gibt es dann viele tolle weitere Lösungen der Gruppenarbeiten, Patenschaften oder auch freiwillige Aktivitäten am Nachmittag etwa zur Integration auch der übrigen Mitglieder der Flüchtlingsfamilien.
1.44
Partnerschaften mit entwickelnden Ländern
1
(0) gar nicht, (1) eine Partnerschule, (2) mehrere, (3) über feste Partnerschulen hinaus
(0) gar nicht, (1) eine Partnerschule, (2) mehrere, (3) über feste Partnerschulen hinaus
Die Menschen auf der Welt zusammenzubringen ist in Zeiten der Globalisierung wichtiger denn je. Schulen können sich hier toll mit Schulen aus anderen Ländern vernetzen - häufig auch schon über soziale Medien bzw. das Internet. Kennenlernen, Hilfslieferungen, Austausch, Besuche - alles ist denkbar.
1.37
Naturerlebnis-Möglichkeiten
1
(0) gar nicht, (1) fördern einiges, (2) fördern viel, (3) maximal jeweils gemessen an dem, was grundsätzlich denkbar ist.
(0) gar nicht, (1) fördern einiges, (2) fördern viel, (3) maximal jeweils gemessen an dem, was grundsätzlich denkbar ist.
Aufklärungspfade, Infotafeln, Nistkästen, Ausstellungen, Exkursionen, etc., ggf. auch zusammen mit anderen Schulen und Naturschutzorganisationen.
0.07
Spenden
2
(0) unternehmen nichts, (1) organisieren manchmal etwas, (2) organisieren etwas jedes Jahr, (3) organsieren mehrere Aktionen jedes Jahr
(0) unternehmen nichts, (1) organisieren manchmal etwas, (2) organisieren etwas jedes Jahr, (3) organsieren mehrere Aktionen jedes Jahr
Viele Schulen organisieren Spendenläufe, Charity-Aktionen (Adventsmärkte) etc. oder/und sie haben Partnerschaften mit Schulen in sich entwickelnden Ländern.
Spenden wirken doppelt - sie helfen den Empfängern und sie reduzieren den Konsum der Gebenden.
1.00
Sonstiger Konsum
Reparieren statt Neukauf
1
(0) gar nicht, (1) manchmal, (2) häufig, (3) grundsätzlich
(0) gar nicht, (1) manchmal, (2) häufig, (3) grundsätzlich
Viele Geräte sind leider gar nicht mehr zu reparieren, etwa wenn von der Waschmaschine das Steuergerät kaputt geht und mehr kostet als eine neue Waschmaschine. Und doch gibt es Werkstätten, die Handys, Waschmaschinen, Rasenmäher etc. auch noch reparieren - und auch wenn es ähnlich teuer, wie ein neues Gerät, ist, ist es doch das gute Gefühl, wieder etwas für eine bessere Welt getan zu haben.
0.65
nicht-nachhaltige Aktivitäten, z.B. bei Klassenfahrten /-ausflüge
2
(0) haben welche, (1) sehr selten, (2) gestalten diese umweltfreundlich, (3) haben keine
(0) haben welche, (1) sehr selten, (2) gestalten diese umweltfreundlich, (3) haben keine
Gemeint sind hier nicht die Skaterbahn oder der Kunstrasen-Sportplatz, sondern Motorsport, Ski-Fahren auf künstlich beschneiten Pisten, Kiten in Vogelschutzgebieten, Segelboote mit Bioziden am Unterwasserschiff, Golfen mit hohem Wasser- und Pestizid-Einsatz, Quad-Fahrten in die Natur, Fallschirmspringen, u.ä.. Natürlich machen diese Hobbies Spaß, weshalb es belohnt wird, wenn wir hier aktiv die umweltfreundlicheren Alternativen wählen und so ein Umdenken auch bei anderen erreichen.
1.00